Das für eine Hausstaubmilbenallergie verantwortliche Allergen ist nicht die Milbe selbst, sondern der Kot der im Hausstaub lebenden Tiere. Dabei gilt es zu beachten, dass Hausstaubmilben in jedem Haushalt vorkommen und kein Zeichen für fehlende Reinheit sind. Der Kot der kleinen Tiere verbindet sich mit dem Staub und kann so über die Atemorgane aufgenommen werden. Als allergische Reaktionen sind vor allem tränende und juckende Augen, Husten, Fließschnupfen, Niesanfällen aber auch Hautreaktionen zu beobachten. Ernstere Folgen sind Atemnot und allergisches Asthma.
Die für eine Allergie verantwortlichen Milbenarten gehören zu den Spinnentieren. Ihre Nahrung besteht vornehmlich aus menschlichen oder tierischen Hautschuppen und Schimmelpilzen. Von den bis zu zwei Gramm Hautschuppen, die ein Mensch jeden Tag verliert, können rund 1,5 Millionen Hausstaubmilben gut leben. Wichtig für Allergiker ist, dass die Milben sich bei hoher Luftfeuchtigkeit besonders wohlfühlen und sich besonders stark vermehren. Dieses tun sie vor allem in den Monaten Mai bis Oktober, mit dem Beginn der Heizperiode sterben die meisten Tiere dann ab. Gleichzeitig ist dieses der Zeitpunkt, an dem die Konzentration an Exkrementen am größten geworden ist, die Beschwerden der Allergiker sind daher in dieser Zeit am größten.