Etwa fünf bis sieben Prozent der Deutschen sind Lebensmittelallergiker. Die auftretenden allergischen Beschwerden können sehr unterschiedlich ausfallen und reichen in der Regel von Juckreiz, Schwellungen im Mund und Durchfall über Blähungen, Quaddel- und Ekzembildungen bis zu Husten und Atemnot. Die Allergene können dabei bei Personen unterschiedlichen Alters verschieden starke Reaktionen hervorrufen. So sind es bei Säuglingen vor allem Milch, Eier, Nüsse und Weizen, die Allergien auslösen können. Gerade solche Allergien bei Säuglingen entwickeln sich aber meist bis in das Kleinkindalter zurück und verschwinden dann oft ganz von selbst.
Bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen lässt sich das Abwehrsystem dagegen eher durch sogenannte pollenassoziierte Nahrungsmittel, also durch Obst und Gemüse oder auch Nüsse zu einer Überreaktion verleiten. Es gibt bis heute kein zuverlässiges medizinisches Verfahren, mit dem eine Nahrungsmittelallergie beziehungsweise das entsprechende Allergen eindeutig zu identifizieren wäre. So muss versucht werden, das Allergen in einem oft langwierigen Verfahren über Anamnese-Gespräche zu identifizieren. Im weiteren Verlauf der Diagnose kann das Allergen dann über Haut- oder Bluttests beziehungsweise über direkte, sogenannte Provokationstests ermittelt werden.