Wirft man einen Blick in die Supermarktregale mit Babyartikeln kommt leicht der Gedanke auf, ein Baby müsse von Anfang an mit unzähligen Pflegeprodukten versorgt werden. Tatsächlich ist die Babypflege weitaus unkomplizierter und günstiger als man angesichts der Massen an Pflegeprodukten denkt. Baden sollte man Neugeborene beispielsweise nur dann, wenn es wirklich notwendig ist, dann aber ohne Zugabe von Schaumbädern oder Seifen. Die riechen zwar gut, richten aber eher Schaden an: Die Talgproduktion der Haut kommt erst nach dem dritten Monat in Gang, die Badezusätze würden die durch Harn und Stuhl sowieso schon strapazierte Haut nur austrocknen und noch mehr strapazieren. Zu beachten ist auch: Der Nabel fällt nach etwa vier bis zehn Tagen ab. Bis dahin besteht ein größeres Entzündungsrisiko, gerade wenn Babys dann schon gebadet werden sollen. Geht es nicht anders, sollte der Nabel nach dem Bad in jedem Fall gut abgetrocknet und desinfiziert werden.
Auch teure Cremes und Lotions sind eigentlich nicht notwendig. Was Baby braucht ist eine Wundschutzcreme, Babyöl und eine Wetterschutzcreme, die die empfindliche Haut schützt. Beim Wickeln haben sich Feuchttücher als hilfreich erwiesen. Von Puder raten Kinderärzte mittlerweile ab: Wenn er feucht wird neigt er zum Klumpen, was die Haut reizt. Generell gilt: Ist das Baby nicht wund, braucht es auch keine besonderen Pflegeprodukte.