Nicht immer muss es eine komplett neue Haarfarbe sein, damit der Blick in den Spiegel wieder Spaß macht. Strähnchen sind ein echter Hingucker: Sie beleben das Haar, sorgen für Schwung und bringen auf diese Weise frischen Wind auf den Kopf. Diese positiven Eigenschaften sind es, wieso sich Strähnchen einer solchen Beliebtheit erfreuen und mittlerweile zum Standardrepertoire eines jeden Friseurs gehören.
Strähnchen lassen sich prinzipiell in zwei Arten unterscheiden: Zum einen in Lowlights und zum anderen in Highlights. Von ersteren spricht der Fachmann, wenn der Farbton der Strähnchen dunkler gewählt wird als der Naturton der Haare. Highlights dagegen nennt man Strähnchen dann, wenn sie heller ausfallen. Besonders reizvoll kann es sein, beide Varianten miteinander zu kombinieren. Auf diese Weise wird das Ergebnis facettenreicher und noch lebendiger. Egal ob nun heller, dunkler gefärbt oder beides kombiniert wird: Die Färbemittel, die bei der Modellierung von Strähnchen zum Einsatz kommen, weisen eine höhere Wirksamkeit auf als bloße Tönungen.
Verwendet man Färbemittel, die Haarpartien blondieren sollen, enthalten diese zumeist Wasserstoffperoxid oder Ammoniak. Beide Stoffe sorgen dafür, dass dem Haar Farbpigmente entzogen werden. Im Gegensatz dazu arbeiten Färbemittel, die Rot- und Brauntöne sowie Schwarz erzeugen sollen mit zusätzlichen Farbpigmenten, die in das Haar eindringen und sich dort ablagern.
Strähnchen-Techniken
Bei Friseuren und auch im heimischen Badezimmer finden unterschiedliche Techniken Anwendung, die die allseits beliebten Strähnchen entstehen lassen. Bei der Folientechnik verwendet der Friseur entweder Alu- oder Plastikfolie. Alufolie ist allerdings nicht für alle Färbemittel geeignet, da es dabei zu unerwünschten chemischen Reaktionen kommen kann. Die Strähnchen, die einen neuen Glanz verliehen bekommen sollen, werden mithilfe eines Stilkamms sorgfältig abgetrennt, mit dem Färbemittel eingepinselt und mit der Folie umschlossen, damit die Farbe besser einwirken kann und die umliegenden Haare nicht verfärbt werden.
Die Haubentechnik erzielt ein schön gleichmäßiges Ergebnis. Hierbei setzt man sich eine enganliegende Haube ähnlich einer Badekappe auf den Kopf, die unter dem Kinn verknotet wird, damit auch wirklich nichts verrutscht. Durch die kleinen Löcher, die sich in dieser Haube befinden, zieht man nun einzelne feine Strähnchen heraus, die daraufhin mit dem Bleich- oder Färbemittel bestrichen werden. Da dieses Unterfangen – speziell wenn es um die hintere Kopfpartie geht, nicht leicht zu bewerkstelligen ist, sollte man sich bei dieser Unternehmung Unterstützung besorgen: Eine Freundin ist mit Sicherheit bereit, dabei zu helfen.
Wenn man ganz auf sich alleine gestellt zu einem neuen Look mittels Strähnchen kommen möchte, empfehlen sich Färbesets, die auf die Bürstentechnik vertrauen: Hierbei kann man das Färbemittel mithilfe eines Kammes oder Bürstchens auf die gewünschten Partien verteilen. Allerdings läuft man hierbei Gefahr, bei wenig Übung auch zu große Strähnen zu färben oder Klekse auf dem Haar zu verteilen – hier gilt also: Übung macht den Meister.
Vorsicht!
Auch beim Färben von Strähnchen gilt: Lassen Sie die Farbe nie länger einwirken als es auf der Packungsbeilage empfohlen wird. Ansonsten müssen Sie nicht nur mit äußerst gewagten Farbnuancen rechnen, sondern können zudem die Struktur Ihrer Haare nachhaltig schädigen. Wer zudem allergisch auf gewisse chemische Stoffe reagiert, sollte die Verträglichkeit des jeweiligen Produktes zunächst an einer kleinen, unauffälligen Stelle der Kopfhaut testen.
Wer eine Dauerwelle hat oder seine Haare bereits mit Henna getönt hatte, sollte zunächst auf das Färben der Haare gänzlich verzichten und warten bis eine gewisse Zeit vergangen ist. Bei Dauerwellenträgerinnen wäre die chemische Belastung einfach zu hoch, bei hennagetöntem Haar kann es zu einem eher unerwünschten, dafür aber sehr farbintensiven Ergebnis kommen.