Kosmetika unter der Lupe: Risikoreiche Zusatzstoffe - Teil 2

In unserer modernen Welt sind wir von der Kosmetikindustrie verwöhnt. Cremes hinterlassen keinen Fettfilm auf der Haut, Shampoos und Seifen schäumen zart und duften himmlisch, während sie rückfettend die Haut vor dem Austrocknen bewahren sollen. Doch um diese Effekte zu erreichen und somit den Kunden zufriedenzustellen, müssen die Hersteller von Kosmetikprodukten häufig tief in die Trickkiste greifen.

Heraus kommen dabei nicht selten so genannte Hilfsstoffe, welche im günstigsten Fall lediglich allergieauslösend oder allergiefördernd sind. Einige Stoffe sind jedoch im Grunde eher schädlich für die Haut, da sie die natürliche Funktion der Poren und Zellen hemmen, sich im Gewebe einlagern und im schlimmsten Fall ernsthafte Erkrankungen nach sich ziehen können. Und das alles im Dienst einer schönen und gesunden Haut.

Kosmetika


Mysterium Inhaltsstoffe

Der Gesetzgeber schreibt den Kosmetikherstellern zum Schutz des Konsumenten eine genaue Deklaration der Inhaltsstoffe vor. Doch selbst durch diese Deklaration werden viele Inhaltsstofflisten nicht wirklich verständlicher.

Damit eine Creme oder ein anderes Kosmetikprodukt entsteht, müssen Basisstoffe, Wirkstoffe und Hilfsstoffe zum Endprodukt verbunden werden. Basisstoffe geben dem Produkt seine grundlegenden Eigenschaften und müssen entsprechend gut hautverträglich und pflegend sein. Hierzu zählen beispielsweise Ceramide, Chloresterinester, Cholesterin, Diglyceride, Fettsäuren oder Phosphatidylcholin. Diese Stoffe werden als unbedenklich angesehen und zeugen von einer guten Qualität des Produktes. Der Basisstoff wird dabei jeweils mit den Wirkstoffen angereichert.

Damit sich Basisstoff und Wirkstoff jedoch zu einem Pflegeprodukt verbinden, ist häufig die Verwendung von Hilfsstoffen notwendig. Während hochwertige Kosmetika dabei zumeist auf natürliche Hilfsstoffe setzen, nutzen leider noch immer viele Hersteller künstliche und günstigere Emulgatoren. Hierzu zählen unter anderem die als risikoreich eingestuften PEG-Derivate, welche die Verbindung von Wasser und Fetten unterstützen. Sie werden zur Reinigung sowie zum Weichmachen der Haut eingesetzt und ermöglichen somit nicht nur den Wirkstoffen ein tieferes Eindringen, sondern auch unerwünschten Nebenstoffen, die bisweilen krebserregend oder allergieauslösend sind.

Haltbarkeitsförderung: Konservierungsmittel

Auch Konservierungsmittel gelten in der Fachwelt als umstritten. Insbesondere Formaldehyde werden bis heute regelmäßig als riskanter Hilfsstoff in Kosmetika eingesetzt. Man bringt sie mit Schleimhautreizungen, Allergien und beschleunigter Hautalterung in Verbindung. Darüber hinaus gelten sie als krebsverdächtige Stoffe. Erkennen kann man Formaldehyd in Kosmetika durch Bezeichnungen wie Methenamine, Sodium Hdroxymethylglycinate, Diazolidinyl Urea und anderen.

Der Gesundheit zuliebe sollte man entsprechend mehr Augenmerk auf die Inhaltsstoffe von Kosmetika legen. Wenngleich die kompliziert wirkenden Bezeichnungen schnell verwirren können, so gibt es doch beispielsweise im Internet zahlreiche Quellen, in denen man schnell die Wirkung, die Aufgaben und die Nebenwirkungen eines Inhaltsstoffes herausfinden kann. Eine gute Körperpflege ist schließlich so wichtig wie die tägliche, gesunde Ernährung. Schenken wir also unserem größten Sinnesorgan genauso viel Aufmerksamkeit wie unserem Speiseplan.


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