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Ängste und der Umgang mit Depressionen

Wenn Sie gerade persönlich von Ängsten geplagt werden, kann allein das Lesen eines Artikels zum Thema, ein Grund zum Fürchten sein und eine Überforderung darstellen. Doch haben Sie Mut! Dieser Artikel ist wirklich hilfreich für Sie und wird Sie nicht ängstigen. Im Gegenteil, hier ist eine sehr wirkungsvolle Methode beschrieben, die Ihnen helfen kann, für immer mit Ihren Ängsten zurecht zu kommen.



Angst ist von der Sache her eine sehr natürliche und tatsächlich wirklich sinnvolle Sache in der Natur. So hindert uns die natürliche Angst vor der Höhe daran, in gefährlicher Weise an einem Felsabhang herum zu turnen. Ebenso zucken wir instinktiv vor einer Schlange zurück oder fassen nicht in eine Flamme. Die natürlichen und durchaus gesunden Ängste hindern uns daran.

Doch manchmal entwickelt die Angst durch andere Erkrankungen, wie zum Beispiel einer Depression, ein Eigenleben. (Lesen Sie weiter! Es wird nicht schlimm :-)) Plötzlich verspürt man in ganz normalen Alltagssituation das unangenehme Gefühl der Angst. Völlig ohne Grund! Die normale und natürliche Reaktion ist jetzt, sich aus der Situation heraus zu begeben, welche die Angst verursacht. Zum Beispiel, das brennende Haus zu verlassen.

Was aber, wenn die Angst Sie in der Schlange an der Supermarktkasse oder am Arbeitsplatz überfällt? Weglaufen geht dann schlecht... Also beginnt man, mit der Angst zu kämpfen. Versucht sie nieder zu halten oder zu ignorieren. Merkwürdiger Weise funktioniert dies nur bis zu einem gewissen Grad, dann gewinnt die Angst.

Das Problem liegt in der grundlegenden Herangehensweise an die Angst. Man denkt immer, die Angst steigert sich ins unermessliche und man fängt an, verrückt zu werden oder irgendwelche irrationalen Sachen zu machen (Weiterlesen!). Doch das wird niemals passieren. Es ist biologisch unmöglich. Angst kann sich nicht immer weiter steigern!!! Und Sie werden niemals aufgrund von Angst plötzlich anfangen, im Supermarkt wie ein Huhn zu gackern. Obwohl...., wenn ich da an manche Hausfrauen und "Bölkstoff-Werner" denke..."Hab Grrraaade frisch gewischt....". Aber das hat wohl andere Ursachen. :-)

Nein, im Ernst. Angst steigert sich nicht ins Unermessliche. Ab einem bestimmten Punkt ist Schluss und der Körper reagiert mit einer Ausschüttung von Endorphinen, die dafür sorgen, dass die Angst, die eben noch übermächtig erschien, sich in absolutes Wohlbefinden auflöst.

Der Grund liegt einfach in der Natur der Angst begründet. Angst versetzt den Körper für kurze Zeit in die Lage, auf konkrete Gefahrensituationen zu reagieren oder diese zu vermeiden. Es wird durch Hormone ein kurzer aber heftiger Stress-Zustand ausgelöst. Dieser Stress-Zustand stellt eine hohe Belastung für den Körper dar. Da unser Körper sich nicht selbst schaden will, beendet er die Angstsituation irgendwann ganz von selbst. Sie ist zu anstrengend für ihn, um sie lange aufrecht zu erhalten.

In der Regel erfolgt das unter anderem über die allgemein bekannten Endorphin-Ausschüttungen. Die Folge ist, dass man sich plötzlich sehr wohl fühlt, obwohl man sich das eine Minute vorher nicht mal mit viel Phantasie vorstellen konnte. Erst Angst und dann total entspannt. Klingt verrückt oder?

Wenn Sie jetzt versuchen, die Angst durch eigene Anstrengungen klein zu halten, also versuchen dagegen anzukämpfen, verursacht das wieder Stress bei Ihnen und das ist es, worunter Sie bei Angstattacken wirklich leiden! Die Angst ist minimal oder auch groß. Aber Sie verschwindet irgendwann wie von selbst, wenn man nicht kämpft. Wenn sich bei Ihnen die Angst das nächste Mal anschleicht, machen Sie doch einfach mal einen Versuch. Kämpfen Sie nicht gegen die Angst an, sondern lassen Sie einfach geschehen, was passiert.

Einfach nach dem Motto: "Komm doch! Das ist mir völlig egal! Du kannst mich nur kurze Zeit plagen!" Und Sie werden wirklich das Wunder erleben, dass Ihre Angst aufhört und ihre Angriffe immer schwächer werden. Das Ganze muss man ein bisschen üben, da man aus alter Gewohnheit schnell wieder in das Flucht- und Vermeidungsmuster gerät. Aber Sie werden sehen, dass die Zeit dafür gut angelegt ist. Auch wenn es nicht gleich auf Anhieb funktioniert. Ich persönlich habe mir damals gesagt: "Ich habe sowieso schon schwerste Ängste und Panik-Attacken auszuhalten, was kann mir denn noch passieren?". Und ich machte meinen Versuch auf sehr radikale Weise. Ich fuhr in einen Freizeitpark, obwohl mich die Fahrt dorthin schon überfordert hatte. Mein erstes Ziel war die große Achterbahn. Allein in der Warteschlange hatte ich mehrmals das extrem starke Bedürfnis weg zu laufen. Doch ich ließ mich von der Angst nicht mehr ins Bockshorn jagen und blieb. Ich kämpfte nicht mit der Angst und stieg in den Wagen. Auf dem Weg nach oben dachte ich noch: "Was machst Du hier eigentlich gerade?".

Doch diese Fahrt war mein Schlüsselerlebnis, ich hatte ein Mittel gefunden, mit meiner Angst umzugehen. Bis heute! Anstatt sich zu einer unkontrollierbaren Panik zu steigern, war die Angst wie weggeblasen. Ich konnte es selbst nicht glauben! Die Angst war zu einem machtlosen, alten Feind geworden, an den ich heute kaum noch denke.

Ich weiß, wenn man Angst hat, erscheint der von mir geschilderte Weg, völlig ungangbar. Doch sehen Sie die Realität, wie sie ist. Die Angst in Ihnen ist stark und hindert Sie an Ihrer normalen Lebensführung, sonst hätten Sie den Artikel nicht bis hier gelesen. Sie haben jetzt die Wahl zwischen einer relativ kleinen Verhaltensänderung oder ewigen Ängsten. Ich denke die Entscheidung fällt leicht.

Machen Sie doch Ihren ersten Versuch gleich noch heute! Einfach daheim auf dem Sofa oder wo auch immer die nächste Angst auf Sie wartet. Lassen Sie die Angst kommen! Fordern Sie sie heraus mit aller Stärke zuzuschlagen! Und lassen Sie es einfach geschehen. Plötzlich kommt dieser Punkt, den ich Ihnen gerade genannt habe. Sie sind entspannt und können sich an die Angst, die noch vor ein paar Minuten Ihr ganzes Sein beanspruchte, nur noch sehr vage erinnern.

Hier noch ein Buch-Tipp, in dem das ganze Konzept ausführlicher erklärt wird. Es ist von Roger Baker und heißt: "Wenn plötzlich die Angst kommt".

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Autor: André Hoek



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