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Wie kann ich erkennen, dass ich Depressionen habe?

Der Versuch, die Symptome einer Depression zu beschreiben, gleicht der Quadratur des Kreises. So extrem vielfältig und manchmal auch gegensätzlich sind die Erscheinungsformen der Krankheit. In der Regel stellt man sich unter einem Depressiven eine schwermütige, traurige und ständig missgestimmte Person vor. Stimmt, eine Depression kann sich so äußern!



Doch können Sie sich auch vorstellen, dass der Marketingleiter einer Werbeagentur, der vor Kreativität und Ideen nur so sprüht und der mit seinem Schwung und Elan das ganze Team mitreißt, auch depressiv ist? Ja! Auch dieser Mensch kann depressiv sein. Er befindet sich vielleicht gerade in der manischen Phase einer bipolaren Störung. Verstehen Sie jetzt, warum es so schwierig ist, die Symptome einer Depression zu beschreiben?

Doch es gibt einige Symptome, die relativ häufig bei Depressionen vorkommen. Wenn Sie eine Reihe von Symptomen oder auch nur einzelne an sich beobachten, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren und offen mit ihm darüber sprechen, dass Sie den Verdacht hegen, an Depressionen erkrankt zu sein. Er wird Sie dann dahingehend untersuchen und gegebenenfalls eine Überweisung zu einem Facharzt ausstellen.

Es gibt im Internet auch die verschiedensten Depressionen-Tests. Nehmen Sie diese nicht all zu ernst. Diese Seiten werden in der Regel von Privat-Kliniken betrieben und dienen nur dazu, Patienten in die Klinik zu bringen. Doch unterschätzen Sie solche Tests auch nicht! Letztendliches Licht bringt nur der Fachmann in die Sache. In Ihrem Fall also Hausarzt oder/und Psychiater.

Hier nun eine kleine Liste mit den Symptomen einer Depression:

Minderwertigkeitsgefühle
Entscheidungsunfähigkeit
Grübelzwang
Angstzustände
Panikattacken
Verarmungsideen
Entfremdungserlebnisse
Emotionslosigkeit
Suizid-Gedanken
Zwangsgedanken
Hypochondrie
Schuldgefühle
Versündigungswahn
Sinnestäuschungen
Halluzinationen
Wahrnehmungsstörungen
gestörtes Zeitempfinden
Freudlosigkeit
Schwermut
Elendigkeit
Antriebslosigkeit
Erschöpfbarkeit
Schamgefühle
Unruhe
Interesselosigkeit
Aggressivität
Reizbarkeit
Überempfindlichkeit
Gedächtnisstörungen
Zwangsgedanken

Es müssen nicht alle Symptome vorhanden sein, um eine Depression zu diagnostizieren. Manchmal reicht auch nur ein einziges Symptom. Die richtige Diagnose kann nur ein Arzt, nach einer Reihe von Untersuchungen stellen. Sollten Sie jedoch oben genannte Symptome an sich beobachten, suchen Sie bitte einen Arzt auf. An dieser Stelle möchten wir Ihnen Mut machen, auch wirklich zum Arzt zu gehen, wenn Sie Symptome einer Depression an sich bemerken. Es wird von allein nicht besser, sondern in der Regel schlimmer. Sie haben vielleicht zwischendurch mal gute Phasen, in denen es Ihnen sehr gut geht, doch die nächste schlechte Phase ist schon auf dem Weg. Man kann sich das wie ein Diagramm mit einer Kurve vorstellen. Die Kurve hat Amplituden nach oben und unten, doch es bewegt sich der Graph im Ganzen stetig nach unten.

Denken Sie auch nicht, Sie sind die Ausnahme von der Regel! Wenn Sie wirklich depressiv sind, kommt der Zusammenbruch so sicher, wie das Amen in der Kirche. Die Frage ist nur wann. Je länger Sie die Krankheit unbehandelt lassen, um so heftiger wird dieser Zusammenbruch. Hier gilt wirklich wehret den Anfängen!

Ich selbst habe auch zu lange gewartet. Nach meinem Zusammenbruch brauchte ich etwa 18 Monate, um wieder halbwegs auf die Beine zu kommen. Diese 18 Monate zählten zu den schlimmsten meines Lebens. Wenn ich heute erfahren würde, dass ich die 18 Monate ab morgen noch einmal erleben müsste, ich würde mich diesem Kampf kein zweites Mal stellen. So schlimm war es!

Ersparen Sie sich dieses Leid und holen Sie sich Hilfe. Rechtzeitig!!! Dann stehen die Chancen auf einen milderen Verlauf der Krankheit und/oder eine schnelle Heilung sehr gut.

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Autor: André Hoek



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