Die Null-Diät, auch totales Fasten genannt, ist eine radikale Maßnahme Gewicht zu reduzieren. Hierbei nimmt man über einen längeren Zeitraum keine feste Nahrung zu sich, sondern nur kalorienarme Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Wasser, ungesüßten Tee und Kaffee. Das Zurückgreifen auf Gemüsebrühen, sowie Gemüse- und Obstsäfte ist selten erlaubt. Die Trinkmenge muss dabei auf 3-4 Liter täglich gesteigert werden, um eine optimale Ausscheidung von Stoffwechselprodukten zu garantieren. Zusätzlich müssen Nahrungsergänzungsmittel, in Form von Vitamin- und Mineralstoffkapseln, eingenommen werden.
Der gewünschte Effekt der Gewichtsabnahme entsteht durch einen raschen Verlust an Muskel- und Fettgewebe, aufgrund dessen der Körper schon nach einigen Tagen auf seine Energiereserven zurückgreifen muss. Ein gesunder Mensch kann den Verzicht auf feste Nahrung circa einen Monat durchstehen. Deswegen sind Null-Diäten auch stark in der Kritik. Die meisten Ernährungswissenschaftler und Ärzte stufen sie als gesundheitlich äußerst bedenklich ein, denn es treten aufgrund des Nährstoffmangels zwangsläufig Mangelsymptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, körperliche Schwäche und Konzentrationsschwäche auf. Risiken sind die Möglichkeit von Gischt, Herz-Kreislaufbeschwerden und Störungen des Mineral- und Flüssigkeitshaushalts, sowie der Harnsäureausscheidung, was eine erhebliche dauerhafte Schädigung des Körpers nach sich zieht und bis zum Tod führen kann. Gischt kann durch die Anpassung des Stoffwechsels an die harte Diät entstehen. Denn, wenn dieser sich vollständig umgestellt hat, werden körpereigene Stoffe gebildet, die das Hungergefühl unterdrücken und schädlich für den Körper sind. Außerdem kann es zur Bildung von Nieren- und Gallensteinen kommen.