„An apple a day keeps the doctor away.“ Diesen weisen britischen Spruch berücksichtigen offenbar auch immer mehr Deutsche – schließlich ist der gute alte Apfel immer noch das Lieblingsobst der bundesdeutschen Bürger. Die gesundheitsfördernde Wirkung geht dabei vor allem auf die zahlreichen Vitamine und Mineralstoffe, die den Apfel zum wahren Kraftpaket machen, zurück. Aber auch die enthaltenen Ballaststoffe haben eine positive Wirkung auf unseren gesundheitlichen Zustand: Pektin zum Beispiel zeigt dafür Verantwortung, dass durch den Verzehr von Äpfeln der Cholesterinspiegel gesenkt werden kann.
Der Apfel ist dabei in der Küche vielseitig einsetzbar und muss nicht immer nur roh verzehrt werden – auch wenn er dann natürlich am gesündesten ist, da alle wichtigen Inhaltsstoffe perfekt erhalten bleiben. Aber auch Apfelkuchen, Himmel und Erde, Apfelpunsch, Apfelmus, Apfeltaschen und –strudel, Rotkohl mit Apfel oder Apfelbrot sind leckere Möglichkeiten, Äpfel auf die eigene Speisekarte zu bringen.
Die Vorteile von ökologisch angebauten Äpfeln hören an diesem Punkt allerdings längst nicht auf: Zahlreiche biologisch angebaute Äpfel weisen einen höheren Anteil von Stoffen auf, die sie einerseits noch gesünder und schmackhafter als ihre konventionell angebauten Kollegen machen und andererseits auch die Lagerfähigkeit des beliebten Obstes positiv beeinflussen. Verantwortlich sind hierfür phenolische Substanzen, Phosphor und ein Mehr an Ballaststoffen. Ganz nebenbei kann man beim Kauf von ökologisch angebauten Äpfeln in der Regel sicher sein, dass man Landwirtschaftsbetriebe in seiner Umgebung unterstützt – dies ist wiederum für die Umwelt ein zentraler Vorteil: Es entstehen weniger umweltschädliche Abgase, da das Obst nicht über weite Strecken hinweg transportiert werden muss.
Wie gesagt, Äpfel kann man in ganz unterschiedlicher Form zu sich nehmen: Wer den Apfel lieber in flüssiger Form mag, sollte darauf achten, dass er einen Saft wählt, der aus biologisch angebauten Äpfeln gewonnen wurde und der möglichst auch noch Fruchtfleisch enthält. Durch den Fruchtfleischanteil wird unser Körper nämlich erst ausreichend mit dem schon charakterisierten Pektin versorgt. Wem Apfelsaft zu gehaltvoll oder zu süß ist, kann auf Apfelschorlen zurückgreifen, die sich immer wieder als perfekte Durstlöscher erweisen und zudem noch eine kalorienärmere aber dennoch vitaminreiche Variante sind. Nektargetränke sowie Fruchtsaftgetränke, die nur einen Teil echten Saftes enthalten, sollten hingegen tabu sein. Der zugesetzte Zucker macht ansonsten die Bemühungen für eine gesunde und ausgewogene Ernährung zunichte.
Ab und zu darf es aber auch etwas Süßes sein: Probieren Sie doch einmal aus, selbst Bratäpfel herzustellen. Diese schmecke nicht nur sehr lecker, sondern werden ihren appetitlichen Duft in ihrer ganzen Küche verströmen und Sie eventuell an alte Zeiten erinnern. Hier eine kleine Rezeptidee für Bratäpfel:
Sie benötigen 4 Äpfel, 50 gr. Butter, 50 gr. Rosinen, 100 gr. Hasselnüsse, 200 gr. Marzipan, ein Ei und eine Zitrone. Zunächst schneiden Sie einen oberen schmalen Teil des Apfels ab und entfernen das Kerngehäuse mit einem Messer oder einem Apfelausstecher. Beträufeln Sie die so vorbereiteten Äpfel mit etwas Zitronensaft, damit sie nicht braun werden. Nun mischen Sie die Füllung, indem Sie Haselnüsse, Marzipan, Ei, Butter und Rosinen zu einer gleichmäßigen Masse vermengen. Diese Masse füllen Sie in die Äpfel und geben den zuvor entfernten Teil als Deckel obendrauf. Nun geht es bei ca. 180 Grad für 20 bis 25 Minuten in den Backofen. Sind die Äpfel fertig, können Sie diese nach Belieben auch gerne mit Vanillesoße servieren, Guten Appetit!