Schon seit einiger Zeit hat der sogenannte Body Mass Index (BMI) die gute alte Faustregel: „Größe in Zentimetern minus Hundert = Idealgewicht“ abgelöst. Diese ergab wenigstens für Männer einen Näherungswert, wenn es darum ging herauszufinden, ob man mit seinem Gewicht zufrieden sein kann. Dennoch ist diese Methode veraltet und lässt keine medizinisch verlässlichen Aussagen zu.
Der Body Mass Index ist in der Lage, differenzierter zu beurteilen, ob eine Person normal-, über-, oder untergewichtig ist. Auch Grenzpositionen werden hierbei ersichtlich, sodass sich einer gesundheitsschädlichen Gewichtsentwicklung nach oben oder nach unten frühzeitig entgegenwirken lässt. Um seinen BMI-Wert zu errechnen, benötigt man wie in der alten Methode Angaben über Gewicht und Größe – dann kann es ans Rechnen gehen: Multiplizieren Sie zunächst Ihre Größe in Metern mit dem selben Wert, das Ergebnis notieren Sie sich oder speichern es in Ihrem Taschenrechner. Nehmen Sie nun Ihr Gewicht in Kilogramm und dividieren sie dieses durch das notierte Zwischenergebnis. Heraus kommt Ihr BMI-Wert, der sehr wahrscheinlich irgendwo zwischen 16 und 40 liegt. Das alleine verrät Ihnen aber noch nicht viel darüber, wie Sie das Ergebnis bewerten sollen.
So gilt für Personen, die 25 bis 34 Jahre alt sind, ein BMI-Wert von 20 bis 25 als normal - für Personen zwischen 45 und 54 Jahren hingegen ein höherer Wert von 22 bis 27.
Natürlich wirkt sich auch das Geschlecht darauf aus, wie der errechnete Wert im Einzelfall zu bewerten ist. Männer sind normalerweise schwerer als Frauen, da sie mehr Muskelmasse aufweisen. Für den BMI-Wert hat das zur Folge, dass sich die Gewichtsklassen geringfügig um etwa einen Punkt verschieben.
Wem das Errechnen des BMI-Wertes und die Bewertung zu kompliziert ist, kann im Internet auf spezielle Rechner zurückgreifen, in denen man sein Gewicht, seine Körpergröße, sein Alter und seine Geschlechtszugehörigkeit angeben kann, um unkompliziert ein Ergebnis zu bekommen. Natürlich kann auch der Arzt bei einer normalen Untersuchung bewerten, wie es um das eigene Körpergewicht bestellt ist. Dieses ist wohl die beste Methode, da er im Falle des Falles auch unterstützende Maßnahmen einleiten kann und mit Rat und Tat zur Seite steht. Zudem ist nicht alleine der BMI-Wert ausschlaggebend dafür, wie es um unsere Gesundheit bestellt ist, andere Faktoren, die ein Arzt am besten bewerten kann, spielen natürlich auch eine große Rolle.