Kaffee – auf die Menge kommt es an

Kaffee ist aufgrund seines feinen Aromas und seiner belebenden Wirkung ein enorm beliebtes Getränk. In Deutschland ist das Heißgetränk nicht mehr von den Frühstückstischen wegzudenken, gerne greift man auch zum zweiten Mal am Tag zum Kaffee, wenn es Nachmittag wird und man ihn zusammen mit einem Stückchen Kuchen genießt.

Trotz seiner Beliebtheit wird Kaffee immer wieder von Ernährungswissenschaftlern kritisch beäugt. Nicht zuletzt aufgrund seines Koffeingehalts, der erst die von vielen Kaffeetrinkern so hoch geschätzte belebende Wirkung des Kaffees erzeugt. Koffein macht uns wach und verbessert unsere Reaktionsfähigkeit. Dieser Effekt tritt immer erste eine Weile nach dem Genuss von Kaffee auf, bei Personen, die regelmäßig und viel Kaffee trinken kann er allerdings auch komplett ausbleiben. Der Körper gewöhnt sich nämlich nach einer gewissen Zeit an die regelmäßige Koffeinzufuhr und reagiert nicht mehr so stark auf den Stoff – schlechte Nachrichten also für all diejenigen die erhoffen, sich durch einen geradezu übermäßigen Kaffeekonsum wach und fit zu halten.

Kaffee


Im Gegenteil hat ein Zuviel an Koffein eher negative Wirkungen auf unseren Körper. Trinkt man einen Kaffee nach dem nächsten, kann es zum Beispiel zu Herzrasen, Nervosität und Gereiztheit kommen – nichts davon ist im geringsten Maße gesund. Dass Kaffee regelrecht süchtig machen kann, zeigt sich immer wieder, wenn eine Person, die vormals viel und regelmäßig Kaffee getrunken hat, von einem auf den anderen Tag mit dem Konsum aufhören soll: In diesem Fall äußern zumeist Kopfschmerzen und unangemessene Müdigkeit, dass der Körper sich bereits an das Koffein gewöhnt hat und ohne nur schwer auskommt.

Dennoch: Kaffee muss natürlich nicht verteufelt werden. In Maßen getrunken ist er ein wahrer Genuss und nicht schädlich. Auch an Schreckensmeldungen laut derer Kaffee immer wieder verdächtigt wird, die eine oder andere Krankheit zu begünstigen – seien es Osteoporose, Herzerkrankungen oder Krebs – ist nicht viel haltbares dran, solange man es mit dem Konsum nicht übertreibt.

Dem Koffein werden neben seiner belebenden Wirkung sogar zum Teil weitere positive Wirkungen attestiert: So steht der Stoff unter Verdacht, das Risiko zur Bildung von Gallensteinen herabzusenken. Außerdem erweitert er das Lungengewebe, sodass insbesondere Asthmatiker wieder besser durchatmen können. Trinkt man nach dem Kaffeegenuss zudem auch noch ausreichend Wasser, kann man dem so oft gefürchteten Flüssigkeitsverlust, der durch Kaffee ausgelöst werden soll, wirkungsvoll entgegentreten.

Möchte man dennoch seinen Kaffeekonsum zurückschrauben, gibt es gute Alternativen wie zum Beispiel Tee. Zwar enthält auch Tee Koffein, dieses wird allerdings vom Körper langsamer aufgenommen. Die belebende Wirkung hält aus diesem Grunde auch länger an und man muss nicht mit einem Leistungseinbruch nach einer gewissen Zeit rechnen, wie er bei Kaffeegenuss häufiger entsteht. Die zahlreichen Teesorten, die heutzutage auch in unseren Supermärkten zu finden sind, sorgen darüber hinaus für die geschmackliche Abwechslung.


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