Das Wort „Trennkost“ haben die meisten, die sich bewusst mit ihrer Ernährung auseinandersetzen, schon einmal gehört - das Konzept, welches hinter dieser Ernährungsform steckt, ist dennoch vielen Personen immer noch unbekannt. Von Diäten, die uns mittlerweile in den unterschiedlichsten Ausformungen und Gestaltungen in den vielen bunten Blättern des Zeitschriftendschungels angepriesen werden, unterscheidet sich das Konzept der Trennkost ganz wesentlich. Hier sollen die Essgewohnheiten nicht nur für einen kurzen Zeitraum verändert, vielmehr soll die Ernährung langfristig umgestellt werden. Dabei zielt die Trennkost nicht nur auf eine Reduzierung des Körpergewichts, sondern auch auf die Vorbeugung und Beseitigung von ernährungsbedingten körperlichen Beschwerden.
Der Amerikaner Dr. William Howard Hay, der als Begründer des Ernährungskonzeptes Trennkost gilt, hatte bemerkt, dass sich die Entstehung vieler Krankheiten auf eine Übersäuerung des Körpers zurückführen lässt. Nach seiner Meinung ist die gleichzeitige Aufnahme von Kohlenhydraten und Eiweißen maßgeblich daran beteiligt, dass es zu dieser schädlichen Übersäuerung kommen kann. Er zog daraus den Schluss, dass man beide Nahrungsbestandteile besser getrennt voneinander zu sich nehmen sollte.

Zwischen einer Mahlzeit, die als säurebildend, und einer solchen, die als basenbildend charakterisiert werden kann, sollten mindestens drei, besser vier Stunden liegen. Überdies sollte man darauf achten, dass kohlenhydratreiche Mahlzeiten am Morgen und am Abend zubereitet werden und eiweißhaltige Mahlzeiten in die Mittagszeit gelegt werden sollte.
Auf dieses Weise kann man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen kann man damit rechnen, dass man seiner Gesundheit etwas Gutes tut, zum anderen kommt man mit diesem Ernährungskonzept zwar langsam aber stetig seinem Wunschgewicht immer näher.
Man sollte sich, bevor man das Konzept der Trennkost in die Tat umsetzen möchte, allerdings von seinem Arzt beraten lassen. Unter gewissen Umständen – so wird oftmals kritisiert – kann es bei der Durchführung dieses Ernährungskonzeptes zu einem Mangel an Eisen und Kalzium kommen, was gerade für Schwangere und für Kinder, die sich noch im Wachstum befinden nicht ohne Risiko ist.