Aloe Vera – die Alleskönnerin

Wenn man sich die Regale in den unterschiedlichsten Drogerie- und Supermärkten anschaut, fällt schnell auf, wie viele Produkte Aloe Vera enthalten. Obwohl die heilende und verschönerndere Wirkung der Wüstenlilie schon seit Jahrhunderten bekannt ist, erlebte sie in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom. Ob Seife, Body Lotion, Duschgel, Badezusatz, Lippenpflegestift oder After Sun Lotion – es gibt kaum ein Kosmetikprodukt, das man nicht mit einem Aloe Vera Zusatz kaufen kann.

Die positive Wirkung der Pflanze sowohl auf unser Erscheinungsbild als auch auf unsere Gesundheit ist dabei schon seit Jahrhunderten bekannt. Sowohl in der Hochkultur der Mayas als auch in der der Griechen wurde die Pflanze mit den fleischigen Blättern hoch geschätzt.

Aloe vera


Unsere heutigen Kosmetikhersteller sind von der Aloe deshalb so begeistert, da sie regenerierend, feuchtigkeitsspendend, schützend und beruhigend auf unser größtes Organ, die Haut, wirkt. Aus medizinischer Sicht ist die Aloe ein echtes Wundermittel, da sie eine entzündungshemmende, juckreizmildernde und wundheilende Wirkung besitzt, also auch eingesetzt werden kann, wenn unsere Haut bereits kleinere Schäden aufweist.

Inhaltsstoffe

Aufgrund der mehr als 160 Inhaltsstoffe, welche die Aloe besitzt, kann sie wahrlich als Multitalent bezeichnet werden. Ihre entzündungshemmende Wirkung geht in erster Linie auf die Stoffe Bradykinase und Salicylsäure zurück. Beide sorgen dafür, dass Bakterien uns nichts anhaben können.

Der Hauptwirkstoff, der sich in der Aloe Vera befindet, ist allerdings ein anderer, er nennt sich Aloverose. Hierbei handelt es sich um ein Zuckermolekül, welches nur in der Aloe Vera Pflanze vorkommt und sie somit absolut einmalig macht. Dieser Stoff trägt maßgeblich dazu bei, dass Wunden nach einer Behandlung mit einem Aloe Vera Mittel schneller heilen können. Ähnlich wie Bradykinase und Salicylsäure schützt er aber auch unsere Haut vor äußeren Einflüssen wie Bakterien, denen wir rund um die Uhr überall ausgesetzt sind.

Alles in allem zeigt diese kleine Auswahl an Inhaltsstoffen, die bei weiten noch nicht widerspiegelt, wie viele positive Substanzen tatsächlich in der Aloe enthalten sind bereits, wie wichtig diese Pflanze für unsere Gesundheit sein kann.

Kosmetische Anwendung

Immer wenn es darum geht, die Haut zu beruhigen oder ihr intensiv Feuchtigkeit zu spenden, wird Aloe Vera auch den unterschiedlichsten Kosmetikprodukten hinzugefügt. Vor allem Hersteller von Naturkosmetikprodukten haben Aloe Vera für sich entdeckt und sie fest in ihre Kosmetiklinien integriert. Ein besonderer Pluspunkt hierbei ist, dass Aloe für so gut wie jeden Hauttypen verträglich ist.

Da Aloe Vera neben ihrer beruhigenden und feuchtigkeitsspendenden ganz nebenbei auch noch eine kühlende und leicht desinfizierende Wirkung besitzt, ist sie zum Beispiel auch in After Sun Lotions zu finden. Eine von der Sonne strapazierte Haut ist zumeist ausgelaugt, trocken und zeigt kleiner Reizungen. Hier kann es wohl nichts Wohltuenderes geben als die kühlende Wirkung der Aloe – zumal wenn man weiß, dass sie nicht nur einen Sonnenbrand mildert, sondern zugleich der geschädigten Haut hilft, sich zu regenerieren.

Ein anderes Einsatzgebiet der Aloe, das ausnahmsweise auch einmal die Herren der Schöpfung interessieren sollte: After Shave Balsam. Auch beim Rasieren tun wir unserer Haut im Grunde nichts Gutes: Durch das Reiben der Klinge auf der Haut wird diese stark angegriffen, wirkt gereizt und gerötet. Bei kleinen Schnitten besteht zudem die Gefahr, dass Bakterien eindringen und im schlimmsten Fall eine Entzündung entsteht. Greift „mann“ allerdings auf Pflegeprodukte zurück, die Aloe enthalten, kann er sich sicher sein, dass er seiner Haut etwas Gutes tut und das Risiko einer Entzündung minimiert. Dies ist wohl die mildeste Variante, seine Haut zu schützen und ihr bei der Regeneration zu helfen.

Die Liste der Kosmetikprodukte, die Aloe Vera beinhalten, ist noch lang und lässt keine Wünsche offen. Schauen Sie sich doch einfach einmal selbst in den Drogerien und Märkten um: Neben Kosmetikprodukten werden Sie zum Beispiel auch Waschmittel finden, das Aloe Vera beinhaltet und Wäsche wie Haut schützen soll. Der Fantasie sind in diesem Bereich anscheinend kaum Grenzen gesetzt.

Aber auch wer auf Aloe Vera pur setzt, kann nur gewinnen: Hat man ein kleines Pflänzlein dieser Art auf der heimischen Fensterbank stehen, hat man den wertvollen Saft, der sich in den dicken, fleischigen Blättern verbirgt, immer zur Hand. Auf diese Weise kann ganz schnell Erste Hilfe geleistet werden, wenn uns im Sommer zum Beispiel wieder einmal zahlreiche Mückenstiche das Leben zur Hölle machen. Einfach ein paar Tropfen des Pflanzensaftes auf den Insektenstich geben und schon bald wird der Juckreiz abklingen. Allerdings sollte man darauf achten, dass man eine Aloe barbadensis zuhause stehen hat – nur sie findet in der Kosmetik und Wissenschaft Verwendung.

Aloe Vera zuhause

Vor dem Besitz und der Pflege einer Aloe Vera Pflanze muss im übrigen niemand zurückschrecken. Sie stellt keine hohen Anforderungen an ihren Besitzer. Am besten gedeiht sie an einem sonnigen Plätzchen in einem sandigen und lockeren Boden. Auch wer keinen grünen Daumen hat und schon einmal das Gießen seiner Pflanzen vergisst, kann sich mit ruhigem Gewissen eine Aloe Vera anschaffen. Aufgrund der Bedingungen, die in ihrem natürlichen Umfeld herrschen, ist sie sehr robust und vergibt auch einmal einen kurzzeitigen Wassermangel.

Allerdings sollte Abstand davon genommen werden, Aloe Vera in unseren Breitengraden in den Boden eines Gartens zu pflanzen. Das Multitalent unter den Pflanzen kann nämlich zugegebener Maßen eines nicht: Frost vertragen. In einem Gewächshaus oder aber in unseren Wohnungen fühlt sie sich jedoch pudelwohl.

 


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