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Alterskrankheit Arthrose

Bei der Arthrose handelt es sich um eine Verschleißerscheinung der Gelenke - genauer gesagt um einen Verschleiß des Gelenkknorpels. Dieser Gelenkknorpel befindet sich zwischen Gelenkkopf und Gelenkpfanne und dient dazu, den Druck der aufeinander treffenden Knochen abzufedern. Ist das Gelenk gesund und verfügt über einen Gelenkknorpel, der seine Funktion voll erfüllt, kann das Gelenk reibungslos bewegt werden. Bei einer Arthrose hingegen wird der Gelenkknorpel immer mehr verschlissen und kann seiner Aufgabe nicht mehr gerecht werden. Er wird brüchig, porös und hält dem Druck von Gelenkkopf und Gelenkpfanne nicht mehr stand.





Das führt mit zunehmendem Krankheitsverlauf dazu, dass die beiden Knochen ungeschützt aufeinander treffen, was für den Betroffenen äußerst unangenehm und schmerzhaft ist. Im Anfangsstadium der Arthrose ist nur der Gelenkknorpel vom Verschleiß betroffen. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf werden auch die beteiligten Knochen in Mitleidenschaft gezogen und durch die permanente Reibung deformiert. An einer Arthrose erkranken meist Menschen mit zunehmendem Lebensalter. Betroffen sind vor allem die Gelenke, die im Lauf des Lebens einer starken Belastung unterliegen. Hierzu zählen besonders die Knie-, Hüft- oder Schultergelenke. An einer posttraumatischen Arthrose können allerdings bereits junge Menschen leiden, da diese Krankheit durch äußere Gewalteinwirkung auf das Gelenk hervorgerufen wird. Sie kann nach einem Unfall oder einem Sturz auftreten. Die Arthrose ist eine chronische Krankheit und hat nichts mit der Arthritis zu tun, bei der es sich um eine akut auftretende Entzündung der Gelenke handelt.

Arthrose
Arthrose @iStockphoto/marvinh

Symptome einer Arthrose

Eine Arthrose macht sich schleichend bemerkbar: Das betroffene Gelenk beginnt anfangs, leicht zu schmerzen. Dieser Schmerz tritt nicht bei einer Beanspruchung des Gelenks auf, sondern nach einer längeren Ruhepause und wird als „Anlaufschmerz“ bezeichnet. Weitere Indizien für eine beginnende Arthrose sind steife Gelenk am Morgen, Druckschmerz, geschwollene oder steife Gelenke und ein Belastungsschmerz - der immer dann auftritt, wenn das Gelenk für längere Zeit erhöhter Belastung ausgesetzt ist. Durch die vom Gelenk ausgehenden Schmerzen verkrampft sich der Betroffene zunehmend. Er vermeidet bestimmte Bewegungen oder nimmt eine Schonhaltung ein, die ihrerseits zu schmerzhaften Muskelverkrampfungen und weiteren Schmerzen führt. Am Ende steht oft ein Dauerschmerz, der den Einsatz von Schmerzmitteln erforderlich werden lässt.

Arthrose – Prävention und Therapie

Präventiv sollten alle Risikofaktoren reduziert werden, welche die Gelenke übermäßig belasten. Hierzu zählen Übergewicht, risikoreiche Sportarten, die einen intensiven Körpereinsatz erfordern, oder körperlich sehr schwere Arbeit. Regelmäßige Bewegung, ein leichtes Muskeltraining oder Sportarten, die sich durch langsame und gleichmäßige Bewegungsabläufe auszeichnen, sind hingegen empfehlenswert. Bewegen sollte sich auch, wer bereits an einer Arthrose leidet. Die während der Krankheit immer häufiger eingenommene Schonhaltung und das völlige Vermeiden körperlicher Aktivität scheint jede ausgeführte Bewegung noch schmerzhafter erscheinen zu lassen. Dieser Teufelkreis führt letztendlich zu einem Versteifen des betroffenen Gelenks. Um eine Arthrose zu behandeln, gibt es verschiedene Therapieansätze, die sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild richten. Anfangs können eine physikalische oder medikamentöse Therapie Erfolg versprechen. Der Einsatz von frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln ist umstritten und sollte nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Im fortgeschrittenen Stadium wird der Arzt möglicherweise vorschlagen, das erkrankte Gelenk durch ein künstliches Gelenk zu ersetzen.



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