Blasenentzündung - ein schmerzhaftes Problem
Beinahe jede zweite Frau kennt das: Ständiger Harndrang, begleitet mit höllischen Schmerzen, Jucken und Brennen und dabei kommt es am Klo nur tröpfchenweise aus der Blase. Die Blasenentzündung oder auch bekannt als Harnwegsinfektion und von Ärzten als Zystitis benannt, hat schon so mancher Frau schlaflose Nächte und schmerzgeplagte Tage gebracht. Doch warum trifft es hauptsächlich Frauen und was kann man vorbeugend dagegen tun?
Was ist eine Blasenentzündung eigentlich?
Eine Blasenentzündung ist eine akute oder chronische Entzündung der Harnblase, Blasenschleimhaut oder der Blasenwand, die oft durch Bakterien, die meisten aus dem Genital- und Analbereich stammen, ausgelöst wird. Ein Harnwegsinfekt ist daran zu erkennen, dass man ständigen Harndrang verspürt. Meistens ist der Urin getrübt oder sogar rot gefärbt. Dieser Anblick mag zwar im ersten Moment schockierend sein, doch es besteht kein Grund zur Verzweiflung! Gerade zu Beginn eines Infekts stehen die Heilchancen noch sehr gut.
Behandlungsmethoden
So sehr man den Weg zum Arzt auch scheut, bei einer Blasenentzündung sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Wird sie nämlich verschleppt, kann sich die Entzündung auf die Nieren ausbreiten, was weitaus schmerzhafter werden kann. Eine Untersuchung beim praktischen Arzt ist ganz harmlos. Durch die Abgabe einer kleinen Menge Urin wird bei einem Streifchentest nach den entsprechenden Bakterien und Entzündungszellen gesucht. Wird aufgrund dessen eine Blasenentzündung diagnostiziert, wird meistens mit speziellem Antibiotikum gegen den Infekt angekämpft. Das Antibiotikum hat den Vorteil, dass es bereits nach wenigen Stunden seine Wirkung zeigt.
Ursache der Infektion
Frauen sind eher von dem Problem betroffen, da ihre Harnröhre circa 5 cm kürzer ist als die der Männer. Somit haben die Bakterien ihr leichtes Spiel. Ein geschwächtes Immunsystem sowie häufiger Sex können eine Blasenentzündung begünstigen. Auch eine Unterkühlung oder nasse Badebekleidung kann eine Infektion auslösen. Eine übertriebene Intimhygiene mit parfumhältigen Seifen oder Cremen kann zudem die natürliche Scheidenflora aus dem Gleichgewicht bringen. Besonders betroffen sind auch Schwangere oder Frauen in den Wechseljahren.
Vorbeugende Hilfe für eine gesunde Blase
Gerade Frauen, die immer und immer wieder mit der lästigen Krankheit zu kämpfen haben, sollten eine persönliche, langfristige Vorbeugungsstrategie entwickeln. Hier sind einige hilfreiche Tipps angeführt:
- Ausreichend Wasser und ungezuckerte Kräutertees trinken, am besten über den Tag verteilt (mindestens 1,5 - 2 Liter). Kräuter wie Brennnessel, Zinnkraut oder Riesengoldrutenkraut wirken ihre wahren Wunder. Auch die Preiselbeere wird in Form von Säften sehr gerne vorbeugend verwendet.
- Nach dem Sex sofort die Blase entleeren.
- Nasse Badekleidung am besten sofort gegen trockene Bekleidung wechseln.
- Nach dem Gang zur Toilette von vorne nach hinten abputzen. So kommen keine Bakterien vom Anal- in den Genitalbereich.
Eine Blasenentzündung, so unangenehm sie im Moment auch sein mag, ist mit Hilfe der Medizin, natürlichen Kräutern und guten vorbeugenden Maßnahmen recht gut heilbar.
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