Krebs ist keine Erkrankung der Neuzeit, auch wenn die wissenschaftliche Forschung das glauben macht. Über die Gefahren, die vom Krebs ausgehen und die Umstände, unter denen er sich entwickelt, haben Ärzte auch im Altertum schon geforscht.
Krebs entwickelt sich aus einer einzelnen normalen Körperzelle. Eine Krebszelle kann sich überall im Körper entwickeln, unter anderem natürlich in der Brust. Brustkrebs ist die Krebsform, an der Frauen am häufigsten erkranken. Mittels Mammo- oder Sonografie lässt er sich diagnostizieren, in fortgeschrittenem Stadium ist er auch tastbar. Eine einzelne veränderte Zelle braucht Zeit, oft einige Jahre, bis sich aus ihr ein Tumor entwickelt. Da die Chance einer Heilung wesentlich höher ist, wenn der Krebs frühzeitig entdeckt wird, sollte sich jede Frau regelmäßig untersuchen lassen. Da Brustkrebs keine Beschwerden verursacht, ist eine ärztliche Untersuchung unumgänglich.
Die Selbstuntersuchung
Bei einer eingehenden Untersuchung sollte man zunächst die Größe, die Form und die Hautfarbe der Brust überprüfen. Dazu stellt man sich am besten vor einen Spiegel. Einer eingehenderen Untersuchung unterzieht man bei der Gelegenheit auch die Brustwarzen. Das Ganze macht man frontal mit hängenden Armen, mit erhobenen Armen und jeweils seitlich vor dem Spiegel.
Man legt die Hand bei angehobenem Arm flach auf die Brust. Nun beginnt man mit den Fingern nach und nach das Brustgewebe abzutasten. Auch die Achselhöhle sollte bei dieser Gelegenheit nach Knötchen und geschwollenen Lymphknoten abgesucht werden. Zudem werden die Brustwarzen gedrückt, um zu überprüfen, ob Flüssigkeit austritt. Die Untersuchung muss natürlich auch an der anderen Brust mit demselben Ablauf wiederholt werden.
Sollten Veränderungen über das normale Maß hinaus festgestellt werden, sollte man sich in Bälde in die Obhut eines Frauenarztes begeben. Solche Veränderungen betreffen die Form und Größe, außerdem Knotenbildung, Verhärtungen oder Schwellungen von Lymphknoten. Problematisch an dieser Situation ist eine sehr häufig auftretende panische Krebs- bzw. Todesangst, die den Besuch eines Arztes verzögert. Diese Angst hat häufig keinen medizinischen Grund, denn viele der Veränderungen sind harmlos. Die überprüfende Untersuchung dient dann lediglich der Vorbeugung. Eventuelle bösartige Veränderungen können rechtzeitig unterbunden werden und die eventuell nötigen Eingriffe bleiben dazu noch recht klein.
Ursachen
Welche Ursachen Krebs hat, ließ sich im Altertum nicht erforschen. Auch heute sind sie noch nicht belegt, wahrscheinlich hat eine Erkrankung jedoch mehrere Ursachen. Als sicher gilt, dass bestimmte Faktoren die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erhöhen. Dazu gehören eine besonders fettreiche Ernährung in Zusammenhang mit Übergewicht, der Einfluss diverser Umweltgifte, sowie eine anhaltende Schwächung des Immunsystems wie sie unter Stress, durch Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum auftritt. Außerdem besteht die Möglichkeit einer genetischen Vorbelastung, wobei jedoch nicht der Krebs als solches vererbt wird, sondern nur die Veranlagung dafür.
Bis vor einiger Zeit war eine Erkrankung an Krebs ein Tabuthema, über das man nicht offen sprechen konnte. Auch heute macht schon allein das Wort „Krebs“ vielen Menschen Angst. Häufig wird in diesem Zusammenhang von Angehörigen und Ärzten über „Tumore“ gesprochen. Dabei sind Tumore nicht grundsätzlich gefährlich. Die meisten dieser Wucherungen sind gutartig. Sie lassen sich einfach entfernen, da sie örtlich begrenzt sind und sich nicht im Gewebe ausbreiten und Metastasen bilden.
Die Angst vor dem Krebs ist nicht unbegründet, doch die Medizin ist heute wesentlich besser vorbereitet als noch vor einigen Jahren. Aufgrund neuer Erkenntnisse können Krebserkrankungen heute früher diagnostiziert und wesentlich effektiver behandelt werden. Eine Erkrankung verhindern lässt sich trotz aller Forschungserfolge jedoch nicht. Gerade deshalb ist es wichtig, eine Veränderung möglichst früh festzustellen. Aus diesem Grund unterstützen alle Krankenkassen auch die Früherkennung.
Patienten, die rechtzeitig behandelt werden, haben meist gute Überlebenschancen, auch wenn sich die Gefahr eines Rückfalles nie ganz ausschließen lässt. Regelmäßige Folgeuntersuchungen helfen, einer neuerlichen Erkrankung vorzubeugen.