Depressionen als Auslöser für Herzprobleme
Dunkle Gedanken, keine Zuversicht, keine Freude am Leben. Depressionen können die Betroffenen bis in den Tod treiben. Doch nicht nur Selbstmorde kosten vielen Depressiven das Leben, Depressionen lösen anscheinend auch - manchmal tödliche - Herzkrankheiten aus. Forscher der Washington University School of Medicine in St. Louis haben bei ihren Untersuchungen herausgefunden, dass depressive Menschen einem höheren Herzkrankheitsrisiko ausgesetzt sind.
Studie: 1200 Männer 13 Jahre lang beobachtet
Die Forscher um Jeffrey F. Scherrer haben 1200 männliche Zwillinge, die als Soldaten im Vietnamkrieg gedient hatten, im Jahre 1992 auf ihre körperliche und geistige/seelische Gesundheit untersucht. Im Jahre 2005 wurden dieselben Untersuchungen an den Studienteilnehmern wiederholt. Die Forscher achteten auf Ausbruch einer Herzkrankheit bei depressiven Studienteilnehmern zwischen 1993 und 2005. Außerdem wurden weitere Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, genetische Faktoren, das Umfeld, Bluthochdruck und Diabetes berücksichtigt.
Ergebnis: Depressive bekamen häufiger Herzprobleme
Die Männer mit Depressionen hatten in den darauffolgenden Jahren zweimal häufiger an Herzproblemen zu leiden als diejenigen, die keine Depressionen in der Vergangenheit hatten. Eineiige Zwillinge haben beispielsweise denselben Genpool, tragen also dieselbe Anfälligkeit für Depressionen in sich. Wurde aber nur einer der Zwillingsbrüder depressiv, so bekam auch nur dieser Herzprobleme, sein Bruder aber nicht. Depressionen sind also dieser Studie nach zu schließen ein nicht zu übersehender möglicher Auslösefaktor für Herzkrankheiten. Die Forscher der Studie werden die Probanden weiter begleiten und den Effekt von erfolgreicher Depressionsbehandlung in Verbindung mit Herzkrankheiten weiter studieren.
Fazit
Depressionen beeinträchtigen also nicht nur das Seelenleben immens, sondern können auch ernste körperliche Folgen haben. Eine professionelle Behandlung durch einen erfahrenen und einfühlsamen Facharzt ist daher unabdingbar, um langfristig auch körperlichen Schädigungen entgegen zu wirken.
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