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Frühjahrsmüdigkeit: Mittel gegen die Antriebslosigkeit

Jedes Jahr bietet Mitteleuropa in den ersten Frühlingswochen das immer gleiche Bild – die Natur erwacht nach ihrem Dornröschen-Schlaf zu neuem Leben. Nur an einem Teil der Bevölkerung scheint diese Entwicklung vorbeizugehen. Und dass, obwohl sich fast jeder über die längeren Tage und vor allem etwas höhere Temperaturen freut.





Eigentlich ein Grund zum Feiern, schließlich sind die Tage vorbei, in denen Taschentücher ein ständiger Begleiter und der Wintermantel eine zweite Haut gewesen ist. Stattdessen fühlt sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung schlapp, klagt über eine allgemeine Antriebslosigkeit, leidet unter Konzentrationsschwäche und fühlt sich permanent unausgeschlafen. Im Volksmund trägt dieses Phänomen einfach den Namen Frühjahrsmüdigkeit. Was steckt aber hinter dieser ungewöhnlichen Erscheinung?



Frühjahrsmüdigkeit Frühjahrsmüdigkeit @iStockphoto/Joshua Blake

Ursache der Frühjahrsmüdigkeit

Die Frage nach den Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit stellen sich Ärzte immer wieder und sind auch heute noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen. Fest steht aber, dass dieses Phänomen nicht nur Deutschland betrifft. Vorwiegend in Breiten, die durch signifikante Wechsel in den Jahreszeiten gekennzeichnet sind, klagen die Menschen über ähnliche Erscheinungen. Aufgrund dieser Tatsache besteht also ein enger Zusammenhang zwischen dem Jahreszeitenwechsel und unserem Wohlbefinden.

Schuld an der Frühjahrsmüdigkeit ist eigentlich der Winter. Während der dunklen und kalten Monate im Jahr schaltet der Körper einen Gang zurück und programmiert sich auf einen Mini-Winterschlaf. Im Zuge dieser Umstellung verändert sich auch der Hormonhaushalt deutlich, es kommt zu einer verminderten Produktion des Glückshormons Serotonin und die Reserven dieses Glückshormons werden aufgebraucht. Dagegen wird das Hormon Melatonin, welches den Tag-Nacht-Rhythmus beeinflusst, unvermindert weiterproduziert. Dieses Schlafhormon sorgt sprichwörtlich dafür, dass unser Schlafbedürfnis steigt.

Eine weitere Ursache ist die Hormonumstellung des Körpers im Frühjahr. Diese belastet den Körper, worauf mit Müdigkeit und Abgeschlagenheit reagiert wird. Als zusätzliche Belastung wirken die starken Temperaturschwankungen in den ersten Frühlingswochen, da sich der Kreislauf auf ständig wechselnde Bedingungen einstellen muss. Daneben hat in früheren Tagen auch die Ernährung sicher eine wichtige Rolle bei der Frühjahrsmüdigkeit gespielt. Lange Winter haben zu einer recht einseitigen Ernährung geführt, die vor allem durch einen Mangel an Vitaminen bestimmt war.

Tipps gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Um ohne Schwierigkeiten in den Frühling zu starten empfiehlt sich eine Kombination aus bewusster Ernährung und Bewegung. Nur so lässt sich der Frühjahrsmüdigkeit begegnen. Besonders wichtig ist dabei nicht die Größe der Mahlzeiten, schließlich belastet ein ausuferndes Mahl den Körper zusätzlich, sondern die Wahl der Inhaltsstoffe. Gerade im Winter sollte deshalb auf Obst und Gemüse zurückgegriffen werden, um einem Mangel an Vitaminen vorzubeugen. Neben Vitamin C, das vor allem in Zitrusfrüchten steckt, empfiehlt sich auch die Aufnahme des Vitamins B1. Ein weiterer Vertreter, der unter anderem das Immunsystem stärkt sowie einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel der Muskulatur hat, ist Vitamin E. In einem ausgewogenen Speiseplan dürfen aber auch Mineralstoffe in keinem Fall fehlen, da etwa ein Mangel an Eisen durch den Körper mit Abgeschlagenheit beantwortet wird. Grund ist dessen besondere Funktion bei der Blutneubildung.

Ein weiterer Trick, mit dem sich das abgeschlagene und schlappe Gefühl in den ersten Frühlingswochen einfach beiseite schieben lässt, ist viel Bewegung. Neben sportlicher Betätigung an der frischen Luft laden die ersten Sonnenstrahlen zu einem kleinen Spaziergang ein. Oder wie wäre es mit einem ausgiebigen Frühjahrsputz? Das sorgt nicht nur für saubere Fenster, sondern auch für zufriedene Gesichter – und löst am Ende sogar noch Glücksgefühle aus.

Was tun bei einem Dauertief?

Frühjahrsmüdigkeit im Sommer und Herbst kann ein Warnsignal des Körpers sein, das auf eine ernsthafte Stoffwechselstörung hinweist. Sollten Erscheinungen wie Konzentrationsschwäche und Müdigkeit über einen längeren Zeitraum anhalten, empfiehlt sich in jedem Fall der Besuch eines Arztes. Neben Drüsenunterfunktionen können auch Krebserkrankungen oder Infektionen ähnliche Symptome auslösen, weshalb dringend der Rat eines Spezialisten zu suchen ist.



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