Viagra

Nachdem die Anti-Baby-Pille in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer sexuellen Befreiung von Mann und Frau geführt hat, gab es auf dem Gebiet der Sexualität wenig neue Errungenschaften, die das Leben in dieser Beziehung einfacher gemacht haben – bis Viagra den Markt zusehends erobert hat. Hier ist nicht die Verhütung das Problem, welches angegangen wird; Viagra ist für viele Männer die Antwort auf die Tabufrage, wie man mit Erektionsstörungen umgehen soll.

Viagra selbst bietet hierbei nicht nur eine praktikable Lösung, sondern hat auch dazu beigetragen, dass nun öffentlich über dieses Thema gesprochen werden kann – einige Personen gehen aus diesem Grund sogar soweit, von einer sexuellen Revolution für den Mann zu sprechen.

Viagra


Dabei wurde die Wirkung des Stoffes Sildenafil, der für eine verbesserte Erektion sorgen kann, nur durch einen Zufall festgestellt. Ursprünglich sollte dieser Stoff Eingang in ein Medikament finden, welches zur Blutdrucksenkung entwickelt wurde. Die „Nebenwirkung“, für die Sildenafil inzwischen bekannt ist, fand die Pharmaindustrie allerdings so interessant, dass sie sich im vollen Umfang auf diese konzentrierten und nach einiger Zeit die uns heute so bekannte blaue Pille auf den Markt brachte.

Männer, die unter einer erektilen Dysfunktion leiden, können sich das rezeptpflichtige Medikament von ihrem Arzt verschreiben lassen. Zuvor wird dieser eine Untersuchung durchführen, um auszuschließen, dass die Erektionsstörungen durch eine Krankheit verursacht sind, die eine separate Behandlung erfordert. In einem zweiten Schritt muss geklärt werden, ob im individuellen Fall Kontraindikationen vorliegen. So darf Viagra zum Beispiel nicht eingenommen werden, wenn der Patient auf nitrathaltige Medikamente angewiesen ist. Es ist also wichtig, dem Arzt alle Vorerkrankungen und gesundheitlichen Beschwerden mitzuteilen, damit Komplikationen weitestgehend ausgeschlossen werden können. Potenziell ist es jedoch möglich, dass bei der Einnahme von Viagra – wie bei allen anderen Medikamenten auch – Nebenwirkungen auftreten können. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen zum Beispiel Magenbeschwerden, Sehstörungen, Muskelschmerzen, Hautrötungen und Schwindelgefühl.

In jedem Fall sollte man davon Abstand nehmen, auf Schwarzmarktpille zurückzugreifen. Hierbei kann man nicht sicher sein, ob es sich um Originalware oder Fälschungen handelt. Erwischt man gefälschte Präparate, bleibt im besten Fall nur die Wirkung aus und man hat unnötigerweise Geld aus dem Fenster geworfen; im schlimmsten Fall befinden sich allerdings Substanzen in den Pillen, die die Gesundheit hochgradig gefährden können.

Wer sich von seinem Arzt Viagra hat verschreiben lassen, möchte sicherlich auch gerne wissen, was dieses Medikament in seinem Körper bewirkt. Dies kann man wie folgt erklären: Im männlichen Körper werden bei Erregung Botenstoffe gebildet, die maßgeblich daran beteiligt sind, dass eine Erektion entstehen kann. Leidet man unter einer Erektionsstörung, ist die Produktion des Botenstoffes verringert, so dass Enzyme, die für den Abbau dieser Stoffe verantwortlich sind, leichtes Spiel haben. Hier setzt Viagra ein, indem es die abbauenden Enzyme hemmt. Die Botenstoffe können dann ungehindert für eine Erektion sorgen.

Alles in Einem ist Viagra eine Hilfe für viele Männer und auch für deren Partnerinnen: Eine ungestörte Sexualität verhilft beiden dazu, sich wohler zu fühlen und die Beziehung zu stärken.

 


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