Kartendecks

Viele Menschen verbinden mit dem Kartenlegen häufig die Tarotkarten, zumal die Begriffe Tarot und Kartenlegen häufig synonym verwendet werden. Wer sich aber etwas intensiver mit dem Kartenlegen beschäftigt oder sich die Karten selbst einmal legen lässt stellt schnell fest, dass es noch weit mehr Kartendecks als weithin angenommen gibt. Angesichts dutzender Versionen der unterschiedlichsten Decks herrscht so auch schnell Verunsicherung und Verwirrung: Wozu benötigt man überhaupt alle diese Decks - und wer verwendet wann welches?

Keine Sorge, kein Kartenleger verwendet alle Decks. Stattdessen entscheiden sich Deuter im Laufe ihrer Beschäftigung mit dem Kartenlegen meist intuitiv für ein oder einige wenige Decks, mit denen sie dann vorrangig arbeiten. Nur auf diese Weise ist es auch möglich, die Bedeutung jeder einzelnen Karte des Decks kennenzulernen und die Karten effektiv zum Kartenlegen einzusetzen.

Der Einsatz eines Kartendecks richtet sich zuweilen auch nach der Frage, die gestellt wird: Hat der Fragende eine sehr konkrete Frage zu einem Thema, das ihn beschäftigt, wählt der Deuter ein zur Frage passendes Deck und eine passende Legeart aus. Im Falle einer sehr konkreten Frage ist beispielsweise das Rider-Waite-Tarot in Verbindung mit dem keltischen Kreuz oder dem Entscheidungsspiel gut geeignet. Erkundigt sich der Fragesteller dagegen eher nach der allgemeinen Entwicklung für einen bestimmten Zeitraum, bieten sich beispielsweise eher die Skat- oder Lenormandkarten an. Damit Sie einen groben Überblick über die gängigsten Decks gewinnen können, haben wir für Sie in den folgenden Abschnitten die wichtigsten Informationen zu den einzelnen Kartendecks zusammengetragen.

Tarotkarten
Geht es ums Kartenlegen, fällt sehr schnell die Bezeichnung Tarot, häufig werden Tarot und Kartenlegen auch synonym verwendet. Die Ursache dafür liegt wohl darin, dass Tarotkarten zu den am meisten verwendeten Kartendecks beim Kartenlegen zählen. Tarot bezeichnet also nicht das Kartenlegen an sich, sondern ein in der Regel 78-teiliges Kartendeck. Tarotkarten haben den gleichen Ursprung wie Tarockkarten, Spielkarten also, die sich ab dem 15. Jahrhundert von Italien aus in Europa verbreiteten. Bevor die Karten zum Kartenlegen, also zum Wahrsagen, benutzt wurden, waren sie lediglich beliebte Spielkarten. Noch heute deutet eine Besonderheit im deutschen Sprachraum darauf hin: Als Tarock bezeichnet man in einigen Teilen Deutschlands das Kartenspiel, als Tarot das Kartenlegen. Ein Deck Tarotkarten besteht meist aus 78 Karten, allerdings gibt es in Bezug auf die Kartenzahl einige kleine Unterschiede zwischen verschiedenen Tarotkarten-Decks. Was gerade Unerfahrene am Kartenlegen, speziell am Tarot, häufig verwirrt ist die Tatsache, dass es nicht nur ein Deck, sondern scheinbar unendlich viele Decks gibt. Da stellt sich schnell die Frage, welches Deck wofür geeignet ist und warum es überhaupt so viele Decks gibt. Die Antwort darauf ist ganze einfach: Da die Karten ursprünglich zum Spielen entworfen wurden, gab es natürlich auch die unterschiedlichsten Designs, die bis heute erhalten blieben. Im Laufe der Zeit kamen immer neue Designs hinzu und so haben wir heute die Wahl zwischen Rider-Waite und Crowley-Thoth, Tarot de Marseille, Engelstarot, Baumtarot, Universal Tarot und vielen anderen mehr. Zu den bekanntesten Decks zählen das Rider-Waite, der Crowley-Thoth und das Marseille-Tarot.

Wussten Sie schon?
Skat-, Lenormand- und Kipperkarten findet man zwar auch häufig in Zusammenhang mit Tarot, sie zählen aber nicht zu den Tarotkarten.

Rider-Waite-Tarot

Das Rider-Waite-Tarot stammt aus dem beginnenden 20. Jahrhundert. Seine Existenz verdankt es dem Okkultisten und Golden-Dawn-Mitglied Arthur Edward Waite, der die Karten zusammen mit der Künstlerin Pamela Colman Smith entwarf. Rider hieß der damalige Verleger Waites, daher der Name. Das Rider-Waite-Tarot wird vor allem von Anfängern sehr gern genutzt. Grund dafür ist sicherlich, dass neben den Hofkarten auch die Zahlenkarten illustriert sind, was es vor allem Anfängern bedeutend erleichtert, die Karten zu nutzen.

Crowley-Thoth-Tarot

Aleister Crowley, einer der bekanntesten Okkultisten, war es, der in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts das Crowley-Toth-Tarot kreierte. Zusammen mit der Künstlerin Lady Frieda Harris entstand so ein ästhetisch sehr ansprechendes Tarotdeck, das aber auch eine Vielzahl okkultistischer Symbole enthält. Inspiriert sind viele der Darstellungen von ägyptischen Motiven, die Crowley auf seiner Reise nach Ägypten für sich entdeckte. Thoth bezieht sich auf die Veröffentlichung "Das Buch Thoth", das Crowley 1944 veröffentlichte. Die Darstellungen des Crowley-Thoth-Tarots erschienen zunächst in dieser Veröffentlichung, erst später war auch das heute so bekannte Kartendeck erhältlich.

Tarot de Marseille

Der Name dieses Decks verrät es bereits: Das Tarot de Marseille stammt aus Südfrankreich. Es ist eines der ältesten und beliebtesten Tarotdecks. Seine Besonderheit liegt darin, dass es fast originalgetrau alte Holzschnitte abbildet. Verwendung finden dabei lediglich die Farben Rot, Gelb, Grün und Blau. Sie sind daher zwar nicht ganz so fantasievoll wie etwa das Crowley-Thoth-Tarot, wirken aber sehr ursprünglich, was wohl ihre bis heute andauernde große Beliebtheit begründet.

Wussten Sie schon?
Mit einem Nachfolger des Tarot de Marseille spielt man auch heute noch in Teilen der Schweiz.

Große Arkana
Vielleicht haben Sie es schon einmal selbst erlebt oder Sie haben es von anderen gehört: Wenn in einer Legung ungewöhnlich häufig oder ungewöhnlich viele Karten der großen Arkana liegen, hat das Problem oder die gestellte Frage große Bedeutung für den Fragenden. Aber was ist die große Arkana eigentlich? 22 Geheimnisse

Wörtlich genommen kann man unter der Arkana ein Geheimnis verstehen: Das Wort leitet sich vom Plural des lateinischen Begriffs arcanum (Geheimnis) ab. Die Arkana besteht aus 22 Karten, die man auch "die 22 Trumpfkarten" nennt. Je nach verwendetem Tarot sind die Karten durchnummeriert. Die erste der Karten ist in der Regel der Narr, der häufig die Ziffer null trägt. Es folgen Karten wie die Herrscherin, Die Liebenden, Die Gerechtigkeit, Der Tod, Der Turm, Der Stern und schließlich die letzte Karte, Die Welt.

Wussten Sie schon?
Die Herrscherin steht für Fülle und Fruchtbarkeit, im wahrsten Sinne des Wortes, sie symbolisiert auch Schwangerschaften. Wenn Sie sich über diese Karte im Spread freuen, sollten Sie trotzdem genauer hinsehen: Je nach Stelle, an der sie liegt, kann sie auch einfach bedeuten, dass Sie sich mit diesem Thema Schwangerschaft beschäftigen oder dass Sie mit einer Idee "schwanger gehen".

In den wenigstens Fällen bedeuten die Karten aber das, was man mit ihrem Namen assoziieren würde. Alle Karten der großen Arkana sind in jedem Deck mit zahlreichen Symbolen und Bedeutungen verbunden. So sind die Liebenden beispielsweise keinesfalls immer ein Zeichen für Liebe, vielmehr thematisiert diese Karte Versuchung und Wahl. Der Tod, häufig eine Karte, die Schrecken auslöst, ist dagegen eigentlich eine positive Karte: Sie kann für das Ende eines alten Lebens, also für einen Neubeginn, stehen, was ja nicht unbedingt immer eine negative Entwicklung sein muss.

Wussten Sie schon?
Als günstigste Karte des Tarots gilt häufig die Stärke oder Kraft. Die Karte hat nie eine negative Aussage und beeinflusst den ganzen Spread positiv. Bedeutung der großen Arkana

Der großen Arkana maßen so gut wie alle "Erfinder" eines Decks stets große Bedeutung bei und tatsächlich nutzt man bei besonders wichtigen, dringenden Fragen bei einigen Legemustern lediglich diese 22 Karten. In philosophisch-psychologisch orientierten Abhandlungen zum Tarot findet man häufig die Erklärung, dass diese 22 Karten 22 verschiedene Bewusstseinsstufen symbolisieren, die schließlich zur Erfüllung des Menschen führen. Bekannt ist dieser Transformationsprozess auch unter der Bezeichnung "Die Reise des Helden".

Kleine Arkana

Zu Beginn der Verbreitung der Tarotkarten legte man erstaunlich wenig Wert auf die Karten der kleinen Arkana. In Abhandlungen über Tarotkarten fanden sich Seiten über Seiten über die große Arkana, die kleine Arkana wurde eher am Rande erwähnt.

Die 56 Karten der kleinen Arkana gelten auch heute noch als weniger wichtig als die Trümpfe der großen Arkana. Sie umfassen vier Serien bzw. Farben á 14 Karten, die man in Zahlen- und Hofkarten unterscheidet. Deuten lassen sich die Karten der kleinen Arkana anhand ihrer Farbe, aber auch anhand ihres Bildes und ihrer numerologischen Bedeutung. Die vier Farben

Im Tarot unterscheidet man je nach Tarotdeck die Farben

- Münzen bzw. Pentakel oder Scheiben
- Schwerter bzw. Messer oder Dolche
- Stäbe bzw. Stöcke oder Äste und
- Kelche bzw. Schalen oder Kessel

Jeder Farbe werden bestimmte Eigenschaften zugeordnet. So stehen die Kelche beispielsweise für Wasser, die Seele, Kreativität und Beziehungen. Die Serie der Stäbe dagegen symbolisiert eher Feuer, Wachstum und Erneuerung, sie steht für den Themenbereich Beruf und Karriere. Schwerter entsprechen der Farbe Pik in anderen Kartendecks und symbolisieren neben dem Element Luft auch den Intellekt und die Vernunft. Die Münz-Serie ist dem Element Erde zugeordnet und trifft Aussagen über alle finanziellen Themen.

Wussten Sie schon?
Die neun der Stäbe gilt als die stärkste Karte der kleinen Arkana. Auch wenn die Darstellung etwas anderes vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine sehr positive Karte, die einen großen Triumph nach einer letzten Herausforderung symbolisiert.

Zahlenkarten

Die vierzig Zahlenkarten können auf unterschiedliche Weise interpretiert werden: Entweder aufgrund ihrer Farbe in Verbindung mit ihrer Zahl oder aufgrund der Darstellung auf der Karte. Natürlich ist es auch möglich, die kabbalistische Bedeutung der Zahlen zur Deutung heranzuziehen - schließlich wurden viele der Kartendecks unter Einbeziehung der Kabbala entwickelt. Entsprechend dieses Ansatzes würde für die einzelnen Zahlenwerte gelten:

1= Krone, der Geist offenbart sich, eine Idee entsteht
2= Weisheit, erste Gespräche oder Schritte
3= Verstehen, Einigung über Grundlegendes
4= Liebe, erstes Verdichten, erste Verwirklichung
5= Strenge, erste Schwierigkeiten, Erkennen der Stärke
6= Essenz, Ende der Planung, Grundsteinlegung
7= Sieg, Kreativität, unvermeidliches aber schöpferisches Chaos
8= Glanz, Logik, Verstand und Gerechtigkeit bringen ein Vorhaben voran
9= Fundament, gedankliche Vollendung
10= Königreich, die finale Verwirklichung

Wussten Sie schon?
Zu den Zahlenkarten zählt auch das As, dem die Ziffer eins zugeordnet wird. Das As steht immer für eine Chance oder ein Potenzial, das es zu nutzen gilt. Hofkarten

Zu den Hofkarten zählen im Rider-Waite-Tarot die Werte Bube, Ritter, König und Königin. Im Crowley-Thoth-Tarot entsprechen sie den Werten Prinzessin, Prinz, Ritter und Königin, im Tarot der Ursprünge handelt es sich um die Werte Ort, Wissende/r, Sprecher und Gabe.
Die Hofkarten, vor allem König und Königin bzw. Ritter und Königin, symbolisieren häufig tatsächliche Personen im Umfeld des Fragenden. Die Farbe gibt Aufschluss darüber, um wen es sich genau handelt. Der Ritter bzw. der Prinz symbolisiert Stimmungen, der Bube bzw. die Prinzessin verweist auf Chancen von außen.

Skatkarten

Das Kartenlegen mit den weit verbreiteten Skatkarten, auch heute noch beliebte Spielkarten, war in der Bevölkerung schon immer weit verbreitet und wird auch heute noch meist innerhalb der Familie weitergegeben. Welches Skatdeck dazu verwendet wird, ist dabei irrelevant. Wichtig ist lediglich: Man nutzt zum Kartenlegen die Werte sieben bis zehn, Bube, Dame, König und As, insgesamt also 32 Karten.

Verwendung der Skatkarten

Beim Kartenlegen mit Skatkarten legt man in der Regel ein großes Deck, also alle Karten gleichzeitig, aus. Meist liegen nach gründlichem Mischen und Abheben sechs Karten in fünf Reihen neben- bzw. untereinander. Die letzten beiden Karten kommen rechts unten, unter der letzten Reihe, zum Liegen Prinzipiell gilt: Alles was links der Personenkarte - je nach Geschlecht des Fragenden ist das Herz König oder Herz Dame - liegt, beleuchtet die Vergangenheit; alles was rechts der Personenkarte liegt, beleuchtet die Zukunft. Ergeben sich aus dieser Legung Unklarheiten, nutzt man gern auch ergänzende Legetechniken mit anderen Kartendecks, etwas mit Tarotkarten.

Wussten Sie schon?
Traditionell hebt man die Karten beim Kartenlegen mit der linken Hand ab. Die linke Hand galt früher als Hand des Teufels und des Bewusstseins, heute repräsentiert sie eher das Unterbewusstsein.

Wie auch den Farben beim Tarot werden den Farben der Skatkarten besondere Eigenschaften nachgesagt. Im Einzelnen assoziiert man Folgendes: Karo-Karten symbolisieren finanzielle Angelegenheiten und zeigen Chancen und Risiken, die damit verbunden sind, auf. Herz-Karten symbolisieren alle Herzens- und Liebesangelegenheiten, sie stehen für Emotionen und die Psyche. Pik-Karten sind die Karten mit der negativsten Bedeutung: Hier finden sich Aussagen zu Gesundheit und Schwierigkeiten, Ärger jeder Art und negativen Stimmungen. In Zusammenhang mit anderen Karten kann diese negative Grundbedeutung einer einzelnen Karte aber auch plötzlich in eine positive umschlagen. Kreuz-Karten symbolisieren Familie und Reisen, Schutz und Glück.

Wussten Sie schon?
Beim Kartenlegen mit Skatkarten gibt es nur wenige Zeitkarten, nämlich Pik 7, Pik 8, Pik 10, Herz 8 und Herz As. Generell kann man sagen: Fallen in einem Bereich viele schwarze Karten - also Pik- und Kreuz-Karten - zusammen, ist mit Ärger und/oder Trauer zu rechnen. Eine Ansammlung roter Karten dagegen spricht für viel Freude und Glück in diesem Bereich.

Lenormandkarten

Neben den Tarotkarten zählen die Lenormandkarten wohl zu den bekanntesten und beliebtesten unter den Wahrsagekarten. Kein Wunder: Die Wahrsagerin, nach der diese Karten benannt wurden, brachte es zu Lebzeiten zu beachtlicher Bekanntheit als Kartenlegerin und beriet Persönlichkeiten wie Robespierre, die französische Kaiserin Joséphine oder den russischen Zaren Alexander I. Die heute am meisten verwendeten Lenormandkarten umfassen 36 Karten und sind auch als das kleine Deck bekannt. Das kaum verbreitete große Deck mit seinen 54 Karten ist wohl eine Weiterentwicklung der Karten von Etteila, die besagte Madame Lenormand zu Lebzeiten verwendete.

Wussten Sie schon?
Ursprünglich soll das Lenormanddeck 60 Karten umfasst haben. Die zusätzlichen Karten, die heute als verschollen gelten, sollen mit Abbildungen von Sternzeichen, Sternenkonstellationen usw. versehen gewesen sein.

Die Lenormandkarten sind wie auch die Kipperkarten durchnummeriert, relativ schlicht und gut verständlich bebildert, verfügen darüber hinaus aber auch noch über eine Abbildung der Skatkarten.

Verwendung der Lenormandkarten

Mehr als zehn Varianten der Lenormandkarten sind mittlerweile im Fachhandel, aber auch in Buchhandlungen erhältlich. Das wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Deck ist das der Blauen Eule, erkennbar an der aufgedruckten blauen Eule auf den Kartenrückseiten.

Lenormandkarten werden in der Regel in einem großen Spread, der sogenannten Tafel ausgelegt, nachdem sie gründlich gemischt wurden. Meist liegen acht Karten in vier Reihen neben- bzw. untereinander, die letzten vier Karten bilden die letzte Reihe.

In bezug auf die Deutung orientiert man sich zunächst meist an der Personenkarte: Für weibliche Fragesteller ist dies die Karte "Eine Frau", für männliche Fragesteller die Karte "Ein Mann". Zur besseren Orientierung deutet man zunächst die Karten, die an die Personenkarte angrenzen - sie sind es auch, die momentan den größten Einfluss auf die Person und ihre Situation ausüben. Danach deutet man den ganzen Spread in Bezug auf die Personenkarte. Dabei geht man sowohl reihenweise als auch diagonal vor. Diese Art der Deutung ist sehr komplex und gibt Aufschluss über die aktuelle und zukünftige Lebenssituation des Fragestellers und seiner Umgebung. Für die Deutung sollte ausreichend Zeit eingeplant werden: Angesicht der vielen Karten und unterschiedlichen Bedeutungsebenen kann eine Deutung leicht drei bis vier Stunden dauern.

Kipperkarten

Anders als Tarotkarten treffen die Kipperkarten weniger Aussagen über das Innere, die Psyche eines Menschen und seine Beweggründe, sondern sie stellen eher Menschen in ihrer aktuellen Lebenssituation mit allen Personen und Ereignissen, die sie umgeben, dar. Ein Deck besteht aus 36 Karten, die durchnummeriert und mit Personen oder Abbildungen von Ereignissen bebildert sind. Charakteristisch für die Kipperkarten sind die vielen Personenkarten, die entweder tatsächliche Personen im Umfeld des Fragenden oder mit ihnen assoziierte Eigenschaften darstellen. Da die Abbildungen relativ schlicht und einfach sind und im Gegensatz zu den Tarotkarten nicht so überladen wirken, eignen sich Kipperkarten auch gut für Anfänger.

Ursprung der Kipperkarten

Der genaue Ursprung der Karten ist nicht bekannt, man nimmt jedoch an, dass dieses Kartendeck nach Susanne Kipper benannt wurde, die sie um 1873 in Bayern entworfen haben soll. Für diese Theorie spricht beispielsweise, dass auf den Karten auch die Alpen oder die typischen Zwiebeltürmchen der bayrischen Kirchen abgebildet sind. Im Jahr 1890 erschienen die Kipperkarten nachweislich zum ersten Mal beim Münchner Schreibwarenhändler und Verleger Matthias Seidlein. Die ersten drei Auflagen blieben in ihrer ursprünglichen Gestaltung erhalten und weisen starke Parallelen zu den ebenfalls weit verbreiteten Zigeunerkarten auf.

Ab 1920 übernahm F.X. Schmid den Vertrieb der Karten. Hier kam es zu einem bis heute sichtbaren Fehler: Bei der Übernahme der Bilder wurden die die Abbildungen bis auf eine Ausnahme seitenverkehrt gedruckt. Kurioser Weise werden seit dem Jahr 2000 Karten mit den ursprünglichen Abbildungen vertrieben, Kartenleger verwenden aber lieber das seitenverkehrte Deck. Die letzte Neugestaltung erlebten die Kipperkarten im Jahr 2006: Seitdem existiert auch die Variante Mystisches Kippers. Verwendung der Kipperkarten

Kipperkarten werden in der Regel immer vollständig ausgelegt: Nach dem gründlichen Mischen und (eventuellen) Abheben legt man jeweils neun Karten in vier Reihen aufgedeckt neben- bzw. untereinander.

Wie auch beim Tarot muss man bei den Kipperkarten zwischen der offensichtlichen und einer übertragenen Bedeutung unterscheiden. Natürlich sind die aufgedruckten Aussagen auf den Kipperkarten zunächst einmal unmissverständlich: Die Karte "Guter Ausgang in der Liebe" etwa ist zunächst einmal sehr klar und eindeutig. Aber es gibt auch noch die übertragene Bedeutung, die viele Kartenleger intuitiv in die Karten interpretieren. Die Karte "Ein Todesfall" beispielsweise deutet eher weniger auf einen Todesfall, sondern eher auf das Ende einer Sache oder einer Entwicklung, möglicherweise auch nur auf eine schlechte Stimmung oder Motivation hin.

Kartenlegen
Kartenlegen Ursprung
Kartenlegen und Esoterik
Kartendecks
Legearten
Selbst Karten legen
Karten legen lassen
Kartenlegen lernen


Anzeige:
Themen

BMI Rechner

Berechnen Sie hier schnell und einfach Ihren BMI
Wein

Wein Special

Was Sie schon immer über Wein wissen wollten. Erfahren Sie mehr in unserem Special...