Das Kartenlegen hat mittlerweile nicht nur in Deutschland große Popularität erlangt. Aber woher kommt es eigentlich, wem verdanken wir es? So geheimnisumwoben wie einige Webseiten, aber auch Kartenleger es gern hätten, ist der Ursprung des Kartenlegens gar nicht, wenngleich nicht zu 100 Prozent klar ist, wo das erste Deck zum Kartenlegen verwendet wurde.
Ägypten, China, Griechenland - das Ursprungsland
Um die Herkunft des Tarot ranken sich einige Legenden: So behaupteten einige Quellen lange Zeit, es handele sich dabei um ein Kartenspiel aus Ägypten, was wohl eher der allgemeinen Ägypten-Faszination im 18. Jahrhundert geschuldet war. Andere Quellen verweisen auf den legendären Templer-Orden oder auf griechische Mysterienkulte ebenso wie auf asiatische Länder wie Indien und China oder die jüdische Kabbala.
Tatsächlich geht man heute davon aus, dass das Kartenlegen aus Asien, mit großer Wahrscheinlichkeit aus China stammt, wo man seine Ursprünge im 7. Jahrhundert vermutet. Dort kamen mit der Erfindung des Holztafeldrucks auch Spielkarten auf, die schnell Verbreitung fanden. Die Spielkarten wurden später als Wahrsagekarten benutzt, fanden aber auch weiterhin als Spielkarten Verwendung.
Kartenlegen in Europa
Nach Europa kamen die Karten auf verschiedenen Wegen. Die wohl bekanntesten Verbreiter des Kartenlegens stammten aus dem fahrenden Volk, Schausteller ebenso wie Sinti und Roma. Noch heute gibt es Zigeunerkarten oder besondere Legemuster, die man (angeblich) von Zigeunern übernommen hat. Weitere Verbreitung fand das Kartenlegen aber auch über die zahlreichen Händler und Seefahrer: Vor allem jene, die den asiatischen Raum bereisten, brachten immer wieder Geschichten, Philosophien und eben auch "wundersame Dinge" mit. Man nimmt an, dass erste europäische Kartendecks deshalb auch in den damals bedeutendsten Hafenstädten wie etwa Venedig entstanden. Noch heute kennt man das Visconti Sforza Tarot, das als ältestes Tarotdeck der Welt gilt.
Die weitere Verbreitung des Kartenlegens ist Geschichte: Das fahrende Volk verbreitete die Karten in Europa genauso wie Händler. Im 14. Jahrhundert begegnete man dem Kartenlegen argwöhnisch, es dauerte nicht lange, bis es von der Kirche als Teufelswerk verboten wurde. Dem Verbot folgte das langsame Vergessen, erst ab dem 18. Jahrhundert gelangte es im Zuge okkultistischer Bewegungen, vorrangig in Frankreich und Großbritannien, zu neuer Popularität, die bis heute anhält.
Wussten Sie schon?
Der deutsche Künstler Albrecht Dürer entwickelte eine eigene Tarotkarten-Variante, nachdem er in Florenz auf Holzschnitt-Druckstöcke für Kartenspiele gestoßen war.
Kartenlegen
Kartenlegen Ursprung
Kartenlegen und Esoterik
Kartendecks
Legearten
Selbst Karten legen
Karten legen lassen
Kartenlegen lernen