Die Wellenfront-Lasik stellt eine Verbesserung der Diagnostik dar, was zu einer Optimierung der chirurgischen Korrektur bei Fehlsichtigkeit führt. Die Wellenfront-Lasik ist auch als Wavefront-Lasik oder Aberrometrie-Lasik bekannt. Sie stellt ein Verfahren dar, das die Brechkraft des Auges sehr präzise ausmisst. Jedes Auge weist auf der Mikroebene Besonderheiten auf, kein Auge gleicht völlig dem anderen. Bei der klassischen Lasik dienen die Messwerte der Brille in Dioptrien als Grundlage für die Operation. Bei der Wellenfront-Lasik misst man mit einem Aberrometer die individuelle Brechkraft des Auges an ca. 50 bis 250 Punkten. So entsteht eine Landkarte des Auges, welche die Besonderheiten präziser erfasst als es herkömmliche Messverfahren können.
Mit der Wellenfront-Lasik kann der Operateur den Eingriff maßschneidern und lokale Unregelmäßigkeiten auf der Augenhornhaut bei der Korrektur berücksichtigen, größere Flächen besser abschleifen und zugleich den Hornhautabtrag minimieren, während die klassische Lasik überall gleich viel Hornhaut mit dem Laser abträgt. Auf diese Weise lassen sich auch Fehlsichtigkeiten korrigieren, die mit einer Brille nicht mehr verbesserbar sind. Die Wellenfront-Lasik soll besseres Kontrastsehen ermöglichen und das Sehen in der Dämmerung verbessern. Sie verringert damit das Auftreten von störenden Lichthöfen (Halos) nach der Operation, ein mögliches Risiko der klassischen Lasik. Die Wellenfront-Lasik eignet sich auch gut für Patienten mit weiten Pupillen und großer Kurzsichtigkeit über 7 Dioptrien. Die Wellenfront-Lasik erfordert mehr Untersuchungen und größeren medizinischen Aufwand und ist daher teurer als die klassische Lasik.