In Deutschland sterben pro Jahr etwa 900 Sporttreibende am plötzlichen Herztod, ohne dass sie vorher über Warnsignale geklagt hätten. “Zwar überschätzen Freizeitsportler häufig ihre eigene Leistungsfähigkeit, dies ist aber nie der Grund für einen plötzlichen Herztod“, erklärt Oliver Bruder, Kardiologe am Essener Elisabeth-Krankenhaus. „Ein gesundes Herz wird selbst bei extremen körperlichen Anstrengungen nicht überfordert. Bevor Sie ihm schaden, geraten Sie so außer Atem, dass Sie automatisch eine Pause einlegen.“ Sporttreibende, bei denen während der Belastung das Herz aussetzt, haben fast immer eine kardiale Grunderkrankung. „Jeder plötzliche Herztod hat eine, oft sogar mehrjährige, Vorgeschichte, die schließlich zur Funktionsstörung des Herzens geführt hat“, so Bruder. „Besonders gefährdet sind über 40jährige. In diesem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass bereits krankhafte Veränderungen der Herzkranzgefäße vorliegen. Bevor sich diese Gruppe starken körperlichen Belastungen aussetzt, sollte dringend ein ärztlicher Check up stattfinden. Bei vielen Patienten könnten so Risikofaktoren rechtzeitig aufgedeckt werden.“
EKE
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