Es gibt verschiedene Techniken, mit denen sich der Mensch Aufzählungen und Listen leichter merken kann. Eine davon ist die Loci-Technik. Das Wort Locus kommt aus dem lateinischen und bedeutet Ort. Bei dieser Methode wird die Vorstellungskraft der Menschen bewusst genutzt, denn unser Gehirn kann sich besonders gut Bilder merken. "Vor dem inneren Auge stellt man sich zunächst einen Raum vor, den man gut kennt", so Gedächtnisexperte Carsten Brandenberg aus der Memory-Clinic des Elisabeth-Krankenhauses Essen. "In Gedanken durchschreitet man diesen Raum und legt an markanten Punkten die Dinge der Liste ab, die man sich merken möchte. Hierbei gilt: Je verrückter das Bild, das vor unserem geistigen Auge entsteht, um so leichter kann man sich später - wenn man den Ort erneut gedanklich durchschreitet - daran erinnern. Diese Methode eignet sich besonders für Zusammenstellungen von Begriffen, insbesondere dann, wenn die Reihenfolge der Begriffe wichtig ist. Mit Hilfe der Loci-Technik lassen sich beispielsweise auch die Stichpunkte für eine Rede gut einprägen.“
EKE