Die Bezeichnung Tuina vereint die Begriffe Tui fa (schieben) und Na fa (greifen). Damit weist schon die Bezeichnung darauf hin, dass es sich bei Tuina um eine Massagetechnik handelt, bei der Knetungen, Streichungen, Rotationen und Druck zum Einsatz kommen - ganz ähnlich wie bei der Klassischen Massage. Der Unterschied dazu besteht darin, dass die Übungen bei Tuina dazu genutzt werden, Akupunkturpunkte und Meridiane zu beeinflussen, um die Lebensenergie, das Qi, in Fluss zu bringen und zu harmonisieren. Ohne diesen Aspekt wäre Tuina vermutlich schon längst anerkannte Heilmethode in Deutschland, da sich die chinesische Form der manuellen Therapie ganz ähnlicher Griffe bedient wie die hier bekannte Klassische Massage - nur mit dem Unterschied, dass die Griffe bei Tuina entsprechend ihrer Intensität und anderer Faktoren etwa 300 verschiedene Bezeichnungen tragen.
Klassischerweise vereint Tuina Bindegewebsmassage, Reflexzonenmassage, Periost-Massage, Akupressur und Chirotherapie. Die etwa eine Stunde dauernde Behandlung umfasst ein Gespräch und eine Behandlung, wieder gefolgt von einem Gespräch. Im Gespräch klärt der Behandelnde die vorhandenen Beschwerden ab und erkundigt sich nach der Behandlung nach dem aktuellen Befinden. Langfristige Erfolge verspricht ein Behandlungszyklus, der zehn Behandlungen umfasst.