Die ersten Hinweise auf die Entstehung des Nordic Walkings finden sich bereits in den 1950er Jahren. Zu dieser Zeit wurden für die sommerlichen Trainingseinheiten verschiedener Wintersportler neue Varianten gesucht, bei denen die Ausdauer ebenso trainiert wird wie die Muskulatur des gesamten Körpers. Die Rede war dabei vom so genannten "Ski-Gang", der sozusagen "Trockenübungen" für die Spitzensportler während der schneefreien Zeit darstellte. In diesen Jahren fand diese Trainingsmethode vorrangig im Bereich der Spitzensportler einen entsprechenden Anklang. Im Bereich der privaten Sportler wurde die Sportart zwar durch die Fachwelt bereits bekannt, schaffte jedoch nicht den Schritt zur Etablierung im Freizeitsport. Die aus Aluminium stehenden Stöcke belasteten dabei durch die Weitergabe der Vibrationen, die durch den Aufprall des Stocks auf dem Boden entstehen, in einer vergleichsweise unangenehmen Art und Weise die Handgelenke des Sportlers.
Seit den Jahren 1992/93 folgte dann durch die Neuentwicklung von Poles aus gewickeltem Glasfaser-Carbonmaterial ein neues Interesse an der Sportart Nordic Walking außerhalb des Trainings von Spitzensportlern. 1997 folgte eine erneute Vorstellung des Nordic Walkings als Freizeitsport, diesmal mit dem gewünschten Erfolg. Nach dem sich schnell einstellenden Erfolg in den skandinavischen Ländern erreichte das Nordic Walking erst die USA, dann Japan und schließlich auch die mitteleuropäischen Länder einschließlich Deutschland.