Lauftechnik des Nordic Walkings
Beim Nordic Walking werden die gleichen Bewegungsabläufe für den Trainingserfolg genutzt, die auch im Training für Skilanglauf angestrebt werden. Die Kombination der Gehbewegung mit der Armbewegung wird durch den Einsatz der Stöcke (Poles) maßgeblich unterstützt.
Der Bewegungsablauf wird dabei wie folgt vollzogen: die Bewegungen des linken Arms und des rechten Fußes erfolgen wie auch die Bewegung des rechten Arms mit dem linken Fuß gleichzeitig. Diese physiologische Bewegungsführung wird auch beim Walken genutzt, kann aber durch den Einsatz der Poles beim Nordic Walking verstärkt werden. Die Geschwindigkeit des Gehens und der Schwung der Bewegungen von Armen und Beinen führt je nach Intensität zu einer intensiveren Trainingsweise.
Begonnen wird mit dem Nordic Walking bei Anfängern in der Regel auf einer ebenen Strecke. Für Fortgeschrittene eignen sich sowohl zu Beginn des Trainings als auch später leicht hügelige Wegstrecken, um eine Steigerung des Trainingserfolges herbeizuführen. Die Schultern sollten locker, der Oberkörper gerade, jedoch ohne zu große Anspannung gehalten werden. Die Poles werden ab dem ersten Schritt nah am Körper geführt, wobei die Hände beim Aufsetzen des Stocks nur leicht geöffnet sind, der Pole also nicht krampfhaft umschlossen wird. Die Arme bleiben dabei stets leicht angewinkelt.
Mit dem Auftreten auf dem Boden durch die erste, beispielsweise die linke, Ferse wird auch der gegenläufige, also in diesem Fall rechte, Stock auf dem Boden aufgesetzt und während dem leicht schwingenden Schritt am Körper vorbei geführt. Aufgesetzt wird der Pole dabei parallel zum Körperschwerpunkt, wodurch eine größtmögliche Entlastung erreicht werden soll. Während die Bewegung nun mit der anderen Ferse und dem anderen Stock vollzogen wird, wird der erste Pole ebenfalls nah am Körper wieder nach vorne geführt.
Dabei wird die Hand vor dem Zurückführen des Stocks möglichst weit geöffnet (der Pole wird dabei durch eine Befestigung um das handgelenk gehalten), um diese bei dem erneuten Aufsetzen des Stocks wieder fast um den Griff herum schließen zu können. Durch die abwechselnden Bewegungen der Hand (Öffnen und Schließen) wird auch im Bereich der Hand- und Armmuskulatur aktiv trainiert und der Kreislauf beziehungsweise die Armdurchblutung durch die Pumpwirkung angekurbelt.
Die richtige Trainingsgeschwindigkeit zu finden dürfte gerade für Anfänger einige Schwierigkeiten mit sich bringen. Richtig ist die Geschwindigkeit der einzelnen Schritte dann, wenn der Nordic Walker gleichmäßig und ruhig ohne Anstrengungen atmen kann und kein "Schnaufen" erforderlich ist, um den Sauerstoffbedarf des Körpers zu decken. Bei diesem während des Trainings angestrebten Zustand spricht man auch von einem "aeroben" Training oder Trainingsbereich ("aerob" = Überschuss an Sauerstoff während der sportlichen Betätigung).
Durch die Erhöhung der Geschwindigkeit gepaart mit der richtigen Nutzung der Poles wird neben der Beinmuskulatur nicht nur die Armmuskulatur sondern auch die Oberkörpermuskulatur nachhaltig mit trainiert. Durch wechselnde Schrittbewegungen in gleich bleibenden Rhythmen (beispielsweise alle 200 m oder alle 5 Minuten) wird eine abwechslungsreiche Trainingsvariante durch das Nordic Walking erzielt. So kann beispielsweise einer normalen Gehvariante des Nordic Walkings eine Etappe mit Tippelschritten folgen oder eine Etappe mit großen Ausfallschritten. Auch über die Geh-Geschwindigkeit selbst können unterschiedliche Varianten des Nordic Walking ausprobiert werden.
Nordic Walking
Was ist Nordic Walking?
Entstehungsgeschichte des Nordic Walking
Lauftechnik des Nordic Walkings
Nordic Walking und Gesundheit
Generelle Einflüsse auf die Gesundheit
Trainingseffekt
Training allein oder in der Gruppe
Die richtige Ausrüstung
Die richtige Trainingskleidung
Das richtige Schuhwerk
Die Stöcke / Poles
Weiteres sinnvolles Equipment
Nordic Walking als gesunder Sportspaß
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