Budapest Geschichte

Budapest Geschichte


Die Geschichte Budapests lässt sich lange zurückverfolgen. Bereits die Römer siedelten an dem angenehmen Ort an der Donau. Die sonstigen Bewohner dieses Landstrichs hatten keltische Ursprünge.

Hauptsächlich die Römer hatten aber Einfluss auf die Geschichte der kleinen Siedlung an der Donau, denn diese war wegen ihrer Lage an der Donau recht beliebt. Um 100 nach Christus wurde die Siedlung mit der römischen Festung mit einem römischen Stadthalter versehen, was nur bei wichtigeren Anlagen der Fall war.

Während der Herrschaft der Römer verlief die Geschichte der Siedlung relativ ruhig. Erst mit dem Untergang des Römischen Reiches kam es zu Veränderungen. Die großen Binnenwanderungen hatten auch Einfluss auf diesen Landstrich, so dass die Zeit bis etwa 900 nach Christus wohl recht turbulent verlief. Allerdings gab es in dieser Zeit wenig Aufzeichnungen, wenig Konstanten und Ähnliches. Ab etwa 900 nach Christus wurde dann das Christentum zu der fehlenden Konstante. Die Ungarn wurden christianisiert und änderten ihren Lebensstil, indem sie zu sesshaften Bauern wurden. Die Orte um das so genannte Buda und das ebenfalls wichtiger werdende Pest wurden vergrößert und erweitert. Vor allem Pest rückte in dieser Zeit immer stärker in den Mittelpunkt der Verkehrswege des ungarischen Reiches. Unter König Stephan dem I konnte Ungarn seine Macht im Allgemeinen ausbauen, und dies hatte auch Auswirkungen auf Pest. Um 1360 wurde die Stadt Hauptstadt des Königreiches, ein großes Zeichen für die Bedeutung der Stadt und das nicht nur im wirtschaftlichen, sondern vor allem auch im symbolischen Sinne. Pest wurde nämlich im 13. Jahrhundert fast vollständig durch die Mongolen zerstört. Viele Städte erlitten dieses Schicksal in dieser Zeit und nicht selten wurden solche Städte einfach verlassen. Dass Pest wieder aufgebaut wurde, spricht für die Wichtigkeit der Stadt.

Die Donau wurde bereits zur dieser Zeit per Fähre überwunden und als Verkehrsmittel genutzt. Bis etwa 1500 blieb es um Pest ruhig, dafür wurde die Gegend dann umso schwerer durch einen Bauernaufstand erschüttert. Darüber hinaus wurde Ungarn immer wieder durch die Osmanen angegriffen was letztlich in der Besetzung eines großen Teils des Landes endete. Auch Pest fiel an die Osmanen und verlor einen Großteil seiner Einwohner. Buda wurde sogar zum türkischen Gouverneurssitz, was einer großen Demütigung gleichkam. Diese Lage hielt aber nicht lange an, auch wenn heute noch Einflüsse aus der türkischen Zeit zu sehen sind. Die Habsburger konnten die Osmanen wieder vertreiben und stärkten dadurch außerdem ihre Stellung als Könige von Ungarn. Also regierten nun die Habsburger, was für die Bevölkerung von Buda und Pest jedoch zunächst keinen großen Unterschied machte. Vor allem wurden von den Habsburgern hohe Steuern für die Ungarn veranschlagt, was dazu führte, dass es zu verschiedenen Aufständen kam, die jedoch immer wieder niedergeschlagen wurden. Ab Ende des 18. Jahrhunderts führten die Habsburger Deutsch als Amtssprache ein, was einer weiteren Demütigung gleich kam, in erster Linie aber der Kontrolle von potentiellen Aufständen dienen sollte.

Man sollte meinen, dass in solch einem Klima eine Stadt nicht gedeihen kann. Pest wurde sogar noch von einem Hochwasser heimgesucht, das um die 70000 Opfer forderte. Trotzdem gehörte die Stadt im 19. Jahrhundert zu den schnell wachsenden Städten Europas.

1848 kam mit der ungarischen Revolution historisch gesehen ein Höhepunkt für Budapest, denn die Stadt kann guten Gewissens als Hauptunruheherd bezeichnet werden. Die Aufstände wurden jedoch blutig niedergeschlagen. Da jedoch Österreich die Hilfe Russlands dafür benötigte, konnten die Ungarn wenigstens auf lange Sicht ihre Situation verbessern. Ab etwa 1867 war Ungarn weitgehend unabhängig, was durch den Ausgleich mit Österreich erreicht wurde. Wer sich an die Sissi-Filme erinnert, kennt die Szenen, die in Ungarn spielen und damit wird auf eine Besonderheit im Verhältnis Österreich-Ungarn angespielt: Als Symbol für die Ausgleich zwischen den Ländern verbrachte Kaiser Franz Joseph mehrer Wochen im Jahr in Ungarn, genau gesagt in der Budaer Burg und nahm seine Pflichten dort wahr.

In diese Umgebung und Zeit fällt auch die endgültige Zusammenlegung vorn Buda und Pest. Angestrebt wurde die Zusammenlegung bereits 1849 von den aufständischen Ungarn, jedoch von Habsburg wieder zurück genommen. Erst 1872 wurde dann endgültig und mit Zustimmung der Habsburger die beiden Stadthälften zusammengelegt. Bis zum Ersten Weltkrieg wuchs Budapest immer mehr heran, doch der Krieg forderte dann auch von Budapest seinen Tribut: Politisch änderte sich für Budapest einiges durch den Austritt Ungarns aus der Donaumonarchie und durch den Vertrag von Trianon, der große Landverluste bedeutete.

Allerdings war Budapest dadurch nicht gebrochen und etablierte sich bis zur erneuten weltweiten Erschütterung durch den Zweiten Weltkrieg. Während der deutschen Besetzung starb fast ein Drittel der jüdischen Bevölkerung, durch die alliierten Bombardements wurden außerdem große Teile der Stadt zerstört. Auch nach dem Krieg kam das Land und auch Budapest nicht zur Ruhe: 1946 wurde zunächst die Volksrepublik ausgerufen und 1956 wurde dann der ungarische Volksaufstand blutig niedergeschlagen. In der Zeit bis 1989 war Budapests Geschichte geprägt vom Ost-West-Konflikt. In Budapest nahm dann 1989 der Zusammenbruch des ganzen Ostblocks seinen Lauf, denn 1989 wurde endgültig die Republik Ungarn ausgerufen, die seit damals besteht. Seit Mai 2004 ist Ungarn Mitglied in der Europäischen Union, was vor allem in der Hauptstadt Budapest sehr begrüßt wurde.


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