Budapest Sehenswürdigkeiten
Budapest verfügt über unzählige Sehenswürdigkeiten, kulturelle Einrichtungen und sonstiges Sehenswertes. Dabei gibt es für jeden Geschmack das passende zu sehen und zu entdecken.
Grundsätzlich ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in Budapest die Donau und die Lage der Stadt selbst. Budapest liegt auf einer geotektonischen Bruchstelle. Dadurch gibt es in der ganzen Stadt, vor allem aber im Buda unzählige Thermalquellen. Allein diese Thermalquellen ziehen jährlich unzählige Touristen an, denn es gibt kaum etwas entspannenderes, als ein Besuch in der Thermalquelle. Mit dem großen Wellness-Boom in den letzten Jahren ist auch Budapest wieder wichtiger geworden. Viele Hotels bieten zum Beispiel hoteleigene Thermen an, die exklusiv den Hotelgästen zur Verfügung stehen.
Neben den Thermen strukturiert aber vor allem die Donau die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Es gibt unzählige Möglichkeiten am Donaustrand zu spazieren und zu flanieren und einige der Brücken über die Donau sind wahre architektonische Meisterleistungen. Die bekannteste Brücke in Budapest ist wahrscheinlich die Kettenbrücke, aber auch die Freiheitsbrücke ist ein wichtiges Symbol für die Geschichte Budapests. Jeder Besucher Budapests sollte wenigstens einmal über diese Brücken gehen.
Wer möglichst viele Sehenswürdigkeiten in Budapest sehen will, muss nur dem Donauufer entlang gehen. Auf der Seite von Buda fällt zunächst der Gellértberg ins Auge, der an sich schon beeindruckend ist. Vor allem sind hier aber die Freiheitsstatue und die dort angesiedelte Zitadelle zu erwähnen.
Nördlich vom Gellértberg liegt der Traditionsreiche Königsberg mit der Königlichen Burg, in der die Habsburger und speziell Kaiser Franz Joseph gewohnt haben, wenn sie ihren Dienstpflichten als König von Ungarn nachkamen. Für Geschichtsinteressierte ist ein Besuch also Pflicht und da heute in den Räumlichkeiten die Nationalbibliothek zu finden ist, kommen hier auch Bücherliebhaber auf ihre Kosten.
Direkt neben der Königlichen Burg liegt außerdem der Sitz des ungarischen Staatspräsidenten, das Sándor-Palais. Dieses Gebäude ist aus architektonischer Sicht sehr interessant, da es im klassizistischen Stil erbaut wurde.
Des Weiteren findet man auf dem Burgberg die berühmte Mathiaskirche und die Fischbastei, die auf jeder Besucher-Liste stehen sollten.
Die Schönheit des Bezirkes um den Burgberg wurde schon früh erkannt: Bereits seit 1987 gehört das gesamte Viertel um die Burg zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird daher besonders geschützt und erhalten. Besonders spannend ist übrigens ein Besuch im Labyrinth unter dem Viertel. Dieses ist teilweise zugänglich, es gibt sogar Führungen für interessierte Besucher. Allerdings ist nicht ganz klar wer das Labyrinth hat anlegen lassen, dies schmälert aber natürlich nicht das spannende Vergnügen.
Wenn man sich auf der Pester Seite von Budapest befindet, kann sich mit dem Parlamentgebäude und der Akademie der Wissenschaften beschäftigen. Diese Gebäude stechen allein schon durch ihre Größe hervor. Außerdem sind hier einige große und berühmte Hotels zu finden, sowie der Budapester Ballsaal, die so genannte Pester Redoute und die Wirtschaftsuniversität, an der die zukünftige Elite Ungarns studiert.
Man kann kaum durchatmen und es kommen schon die nächsten Sehenswürdigkeiten: das Nationaltheater folgt nämlich etwas südlich der Universität und darauf wiederum folgt der Palast der Künste.
Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind die Große Synagoge und die Große Markthalle. Überhaupt ist in Budapest alles immer sehr groß und pompös. Dabei ist die Große Synagoge Ausgangspunkt des jüdischen Viertels, das zwischen des Ringen Budapests liegt, nämlich dem kleinen und dem großen Ring.
Archäologisch interessierte Besucher können den kleinen Ring ablaufen und finden an vielen Stellen Reste der früheren Pester Stadtmauer, denn der Ring folgt in großen Teilen dieser ehemaligen Befestigung. Die Stadttore der Stadtmauer wurden aber leider abgebrochen und sind daher nicht mehr zu finden. Außerhalb des Stadtzentrums finden Hobby-Archäologen im Übrigen Reste der römischen Siedlung Aquincum, sozusagen der Geburtsstätte Budapests. Als Kontrast dazu findet man dort auch Statuen aus der sozialistischen Zeit.
Zwischen dem Kleinen Ring und der Donau liegt aber in jedem Fall die eigentliche Innenstadt und der ursprüngliche Stadtkern Budapests. Hier gibt es die bekannten Flaniermeilen, auf denen es zählt gesehen zu werden. Endpunkt dieser alten und traditionsreichen Strecke ist die Große Markthalle.
Die Basilika von Budapest ist eine weitere unverzichtbare Sehenswürdigkeit, die sich im inneren Bezirk von Budapest befindet. Nicht nur für religiöse Besucher Budapest ist diese Basilika sehr zu empfehlen, sondern auch architektonisch und historisch handelt es sich bei der Basilika um ein wichtiges Gebäude.
Wenn man den kleinen Ring wieder verlässt und sich dem großen Ring zuwendet, findet man weitere Sehenswürdigkeiten: Der große Ring entstand um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert und auch die Sehenswürdigkeiten entlang des Rings sind von dieser Zeit geprägt. Zu nennen sind hier die Petöfibrücke und die Margaretenbrücke als Anfangs- und Endpunkte des großen Rings und natürlich der Westbahnhof, der in besonderem Maße die Architektur der Jahrhundertwende widerspiegelt.
Ähnliches gilt im Übrigen für den Ostbahnhof, der etwa zur gleichen Zeit entstand und unter Liebhabern ein besonderer Geheimtipp ist.
Außerdem ist das Gebiet um den großen Ring geprägt von diversen Theaterbauten, die von der kulturellen Hochzeit Budapests zeugen. Auch heute finden hier noch viele Vorstellungen statt. Außerdem gibt es hier auch viele Filmtheater und Kinos, die sich teilweise auf bestimmte Genres und Ähnliches spezialisiert haben. Nur dadurch können sich diese oft kleinen Filmtheater gegenüber den großen Kinocentern behaupten, die es mittlerweile in Budapest natürlich auch gibt. Ein Besuch im Theater oder im Kino ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert, denn die Programme sind äußerst hochwertig und suchen oft Ihresgleichen.
Ebenfalls in unmittelbarer Nähe des großen Rings befindet sich die berühmte Andrássy-Straße. Mit der Andrássy-Straße versuchten die Städteplaner Budapests ein besonders ambitioniertes Projekt zu verwirklichen. In kürzester Zeit sollte Ende des 19. Jahrhunderts eine Allee errichtet werden, die allen Prestigeobjekten Ungarns Platz bot. Das Projekt gelang und noch heute findet man an der Andrássy-Straße die pompösesten Bauten und Gebäude, so zum Beispiel die Ungarische Staatsoper, das Museum "Haus des Terrors", die Kunsthalle, das Museum der Schönen Künste und die Denkmäler von vierzehn ungarischen Königen. Darüber hinaus befinden sich noch weitere historische Gebäude dort, die für unterschiedliche Besuchergruppen von großer Bedeutung sein können. Ähnlich wie beim Bezirk um den Burgberg hat die UNESCO auch im Fall der Andrássy-Straße den kulturellen Wert dieses Viertels erkannt. Deshalb ist sie seit 2002 Weltkulturerbe.
Für Technik-Fans liegen die Sehenswürdigkeiten Budapests aber nicht auf der Andrássy-Straße sondern vielmehr darunter: Dort ist nämlich die Budapester U-Bahn zu finden, die ähnlich traditionsreich ist wie die Metro in Paris oder die Tube in London. Zudem ist diese U-Bahn die zweitälteste U-Bahn in ganz Europa und daher enorm spannend. Man kann an der frühen Etablierung der U-Bahn wiederum die Bedeutung Budapests in vergangenen Zeiten erkennen.
Damit sind noch längst nicht alle Sehenswürdigkeiten Budapests beschrieben, es gibt noch unzählige Museen und kleine Kirchen, die man entdecken kann. Außerdem muss man bedenken, dass Budapest sehr schön gelegen ist. Die Könige Ungarns haben den Platz für Ihren Sitz nicht von ungefähr hier gewählt. Daher kann das Umland von Budapest auch äußerst anziehend sein. Die Budapester selbst nutzen die Wochenenden oft, um in der bergigen Umgebung Wandertouren zu machen. Auch Touristen können um Budapest herum viele Ausflugsziele entdecken. So zum Beispiel das aus den Sissi-Filmen bekannte Schloss-Gödöllö, das auch in Wirklichkeit der absolute Lieblingsort der österreichischen Kaiserin war und das zu Recht.
Wer in Budapest Urlaub macht, wird sich in jedem Fall nie langweilen, denn die Möglichkeiten und die Auswahl an Sehenswürdigkeiten sind riesengroß.
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