Köln Sehenswürdigkeiten

Köln kann auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurückblicken, deshalb ist eine Entdeckungstour durch Köln immer auch eine kleine Reise in die Vergangenheit. Köln ist aber gleichzeitig eine sehr junge Stadt mit vielen jungen Events, so dass jeder in Köln auf seine Kosten kommen kann.

Der Kölner Dom
Wer an Köln denkt, dem fällt natürlich fast immer auch der Dom ein, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten nicht nur Deutschlands, sondern sogar der Welt, denn der Dom bricht alle Rekorde. Vor allem zeugt der Dom von der großen Geschichte Kölns im Mittelalter, als Köln einen direkten Platz neben Konstantinopel, Rom und Jerusalem einnahm. Offiziell heißt der Dom eigentlich "Hohe Domkirche Sankt Peter und Maria". Er ist mit 157 Metern die zweithöchste Kirche Deutschlands sowie die drittgrößte der Welt. Für kurze Zeit Ende des 19. Jahrhunderts war der Kölner Dom sogar das größte Gebäude der Welt überhaupt. Außerdem ist der Kölner Dom auch insgesamt eines der größten kirchlichen Bauwerke der Welt. Nach dem Mailänder Dom ist der Kölner Dom die größte gotische Kathedrale.

Jedoch spricht nicht nur die Größe für den Kölner Dom, sondern vor allem die künstlerische Gestaltung: die meisten Experten würden wohl zustimmen, dass der Kölner Dom die vielen verschiedenen Elemente gotischer Baukunst besonders schön zeigt und in Einklang bringt und dass diese Elemente nirgends auf der Welt so schön beobachtet werden können.

Allein deshalb zieht es natürlich Jahr für Jahr Millionen Kunstinteressierter und Kunstverständiger nach Köln und auch deshalb wurde der Kölner Dom Mitte der 1990er Jahre zum Weltkulturerbe erhoben. Der Kölner Dom ist enorm populär, was die Besucherzahlen belegen, denn die liegen genauso hoch, wie die Zahlen anderer europäischer Sehenswürdigkeiten wie die des Eiffelturms in Paris zum Beispiel. Neben der herausragenden Architektur ist aber natürlich auch entscheidend was im Kölner Dom zu finden ist: Hier gibt es nämlich unzählige Reliquien der katholischen Kirche, so zum Beispiel die Reliquien der Heiligen Drei Könige, die schon im 12. Jahrhundert nach Köln gebracht wurden. Um diese heiligen Stücke aufbewahren zu können wurde Mitte des 13. Jahrhunderts der Entschluss gefasst, einen herrlichen Dom zu erbauen. Dombaumeister war Gerhard von Rile, allerdings ist ein Menschenleben im Vergleich zur Dauer des Baus des Kölner Doms natürlich verschwinden klein, denn die Fertigstellung des Doms zog sich bekanntlich bis 1880 hin und auch dann konnten die Bauarbeiten nur für kurze Zeit stillstehen: ein Gebäude wie der Dom muss ständig instand gehalten werden, so dass Bauarbeiten eigentlich nie aufhören. Daher wird der Dom ja auch als Ewige Baustelle bezeichnet. Außerdem erlitt der Kölner Dom während des Zweiten Weltkrieges große Schäden, denn die Briten und Amerikaner bombardierten ganz Köln enorm stark.

Außerdem wird gern unterschätzt inwieweit sich die Umwelteinflüsse auf das Bauwerk auswirken. Hier sind in erster Linie der saure Regen zu nennen, der das Gestein angreift, aber auch CO2-Abgase, die die Fassaden des Bauwerks schwarz färben. Durch die lange Bauzeit flossen in die ursprünglichen Baupläne immer wieder Änderungen ein, wobei die Grundkonstruktion bestehen blieb. Lediglich neue Errungenschaften der Bautechnik und Statik fanden immer Verwendung. Seit der Jahrhundertwende gibt es wiederum ein paar Neuerungen: Das Kellergewölbe des Doms aus dem 13. Jahrhundert konnte gesichert werden und dient nun zur Präsentation der größten Schätze des Doms. Im vergangenen Jahrhundert gab es zwei Diebstähle wertvoller Kunst, die jedoch beide aufgeklärt werden konnten. Im Kellergebäude sollen solche Diebstähel aber noch weiter erschwert werden. Das Kellergewölbe fungiert so als eine Art Museum im Dom und dort werden neben den kostbaren Reliquien vor allem liturgische Geräte aus den vergangenen fast 800 Jahren gezeigt, was natürlich nicht nur für Kunsthistoriker sehr interessant ist.

Aber nicht nur dieses Museum birgt natürlich viele Schätze, sondern auch der Dom selbst in seinem Inneren. So ist zum Beispiel das Chorgestühl recht beeindruckend und man sollte beim Betrachten genau hinsehen: es gibt nämlich zwei reservierte Plätze, einen für den Papst und einen für den Kaiser, auch wenn in den meisten Gottesdiensten diese Stühle leer bleiben.

Als weiteres Highlight ist der Drei-Königs-Schrein zu nennen, der die Reliquien der Heiligen Drei Könige beherbergt. Bisher wurde in der Geschichte des Doms nur ein Diebstahlsversuch auf diese Reliquien verzeichnet. Ein Verlust wäre auch unersetzbar. Einen weiteren Rekord hält der Dom wegen seiner Glocke, die seit 1924 im Kölner Dom hängt. Sie ist die größte freischwingende Glocke der Welt, was bei einem Gewicht von 24 Tonnen erstaunlich ist. Eigentlich ist die Glocke wie der Dom dem Heiligen Peter geweiht und heißt daher "Sankt Petersglocke", die Kölner haben aber nicht ganz soviel Respekt vor diesem Wahrzeichen und bezeichnen sie als "d`r decke Pitter".

Für Orgelpianisten ist der Kölner Dom auch ein Muss, denn der Kölner Dom verfügt über zwei beeindruckende Orgeln, die beide von einem Spieltisch aus bedient werden. Die ältere der beiden Orgeln stammt aus dem Jahr 1948, beziehungsweise in diesem Jahr wurde sie eingeweiht. Sie wird als die Chororgel oder die Querhausorgel bezeichnet im Gegensatz zur Langhausorgel, zu der später noch etwas zu sagen ist.

Die Chororgel befindet sich in einem Seitenschiff des Querhauses, was eigentlich recht untypisch ist. Das Langhaus des Doms musste nach dem Zweiten Weltkrieg aber erst wieder aufgebaut werden, so dass die Orgel dort keinen Platz gefunden hätte. Ins Langhaus kam erst 1998 eine Schwalbennestorgel, die oben bereits erwähnte Langhausorgel. Diese Orgel hat vier Werke, 3963 Pfeifen, die sich auf 53 Registern befinden. Eine echte Herausforderung für jeden Orgelpianisten.

Der Kölner Dom ist eines der wichtigsten Gebäude in Köln und die Bewohner sind stolz auf ihren Dom. Außerdem zeigt sich die große Bedeutung des Gebäudes für die Stadt auch im Stadtwappen, denn dieses zeigt drei Kronen als Zeichen für die Reliquien der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom. In jedem Fall ist der Kölner Dom das inoffizielle Symbol der Stadt.


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