Koh Samui - Geschichte
Koh Samui ist neben Phuket und Koh Chang eine der wichtigsten und beliebtesten Ferieninseln in Thailand und gerade einmal 35 Kilometer vom thailändischen Festland entfernt. Außerdem ist das Strandparadies im Golf von Thailand gelegen, was positive Auswirkungen auf das Klima hat.

Die meisten Urlauber schätzen an der Insel auch ihre Bade- und Schnorchelqualitäten, dabei hat die Insel eine recht interessante Geschichte vorzuweisen, wobei viele Einzelheiten dieser Geschichte im Dunkeln liegen, da die Insel in früheren Zeiten keine festen Chronisten hatte.
Erste Unklarheiten gibt es bereits beim Namen der der Insel. Das Wort oder die Bezeichnung Samui kann etymologisch nicht klar nachgewiesen werden, beziehungsweise es ist unklar ob es sich dabei um einen bestimmten Namen handelt. Im Moment bestehen - was die Geschichte, die Herkunft und den Ursprung des Namens betrifft -hauptsächlich zwei Varianten: Die eine Variante führt den Begriff beziehungsweise den Namen Samui auf die einheimische Bezeichnung eines Baumes zurück. Der Name dieses Baumes lautet "Mui", so dass die Vermutung nahe liegt, dass eine Verschleifung zu Samui stattgefunden hat.
Die andere Theorie geht davon aus, dass Samui sich vom chinesischen Wort für "sicherer Hafen" ableitet. Saboey ist hier das entsprechende Wort. Der chinesische Einfluss auf Samui besteht schon seit Jahrhunderten, so dass eine solche Vermutung ebenfalls nahe liegt, allerdings ist schwer erklärbar warum die Bewohner von Samui einen chinesischen Begriff für ihre Insel gewählt haben sollten.
Egal wie es sich mit dem Namen der Insel verhält: Die Geschichte beziehungsweise die Legenden um Samui beginnen mit den Chinesen. Glaubt man nämlich den Legenden, dann soll Samui bereits vor 2000 Jahren besiedelt gewesen sein und als eine Art Versorgungspunkt für chinesische Seefahrer gedient haben. Für diese Legenden spricht, dass in alten Karten aus der chinesischen Ming-Dynastie die Insel bereits selbstverständlich eingezeichnet wurde. Man kann daher davon ausgehen, dass Samui den Chinesen bereits sicher vor dem 17. Jahrhundert bekannt war. Noch wichtiger sind in diesem Zusammenhang aber archäologische Funde: Es wurden an den Stränden und Küsten Samuis diverse Schiffwracks gefunden, die chinesische Keramik aus dem 17. Jahrhundert enthielten. Man kann also davon ausgehen, dass Samui zumindest zu dieser Zeit ein Hafen war, der regelmäßig angefahren wurde, wahrscheinlich wegen frischem Trinkwasser und Reparaturen.
Es gibt aber nicht nur chinesische Hinweise zur Geschichte Koh Samuis, sondern auch malaiische Bauern und Geschichtsbücher berichten über die kleine Insel und aus dem 18. Jahrhundert gibt es Aufzeichnungen, die über chinesische Siedler berichten, die sich auf Samui niederließen. Ihnen folgten Thais vom thailändischen Festland und muslimische Fischer aus den südlichen Provinzen Thailands. Samui scheint lange Zeit eine Art Zufluchtstätte für die unterschiedlichsten Menschen gewesen zu sein, was Auswirkungen auf die Bewohner und das Selbstverständnis dieser Bewohner hatte. Im Gegensatz zum Festland lebten und leben auf Samui nämlich unterschiedliche Ethnien, Religionen und Menschen mit sehr unterschiedlichem Hintergrund relativ friedlich zusammen. Viel Bewohner Samuis sehen sich daher weniger als Thais, obwohl die Insel politisch natürlich klar zu Thailand gehört. Vielmehr sind die Bewohner der Insel stolz auf ihr unabhängiges Dasein und sehen sich daher in erster Linie als das Volk Samuis.
So unabhängig die Bewohner Samuis in vielerlei Hinsicht vom Festland sind, so unabhängig verlief auch die Geschichte Samuis im 20. Jahrhundert, denn die Insel war bis zur Mitte des Jahrhunderts relativ unberührt und lediglich durch eine Fischerkultur geprägt. In den 1960er Jahren entdeckten die so genannten Hippies und Aussteiger die Insel und vor allem ihre Strände für sich. Zu dieser Zeit war es noch relativ schwierig auf die Insel zu gelangen. Den Hippies folgten aber immer mehr Besucher und Urlauber, so dass Samui etwa seit den 1980er Jahren in immer stärkerem Maße vom Tourismus und nicht mehr vom Fischen lebt. Heute gehört Samui zu den beliebtesten Urlaubszielen überhaupt. Die Insel ist touristisch absolut erschlossen und von der Fischerromantik ist leider allzu oft nicht mehr viel übrig.
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