Bewegungsstörungen
Auch Bewegungsstörungen sind in der Lage, den nächtlichen Schlaf spürbar zu stören. Man unterscheidet hierbei zwei Arten: Die periodischen Bewegungen der Gliedmaßen und das Restless-Leg-Syndrom (RLS).
Bei den periodischen Bewegungen der Gliedmaßen dürfte schnell klar sein, was sie bezeichnen: Während des Nachtschlafs treten immer wieder stereotype Bewegungen auf, von denen die Betroffenen schließlich aufwachen. So werden beispielsweise die Zehen bewegt oder Gelenke gebeugt, bis sogenannte Arousals, also Weckreaktionen, auftreten. Mindestens fünf dieser Bewegungen führen die Betroffenen im Schlaf pro Stunde aus. Die periodischen Bewegungen der Gliedmaßen sind auch unter anderen Bezeichnungen wie beispielsweise "nächtlicher Myoklonus" bekannt und treten vermehrt im Alter auf.
Das Restless-Leg-Syndrom (RLS) zählt ebenfalls zu den Bewegungsstörungen. Es wird auch als Syndrom der ruhelosen Beine oder Wittmaack-Ekborn-Syndrom bezeichnet. RLS ist eine neurologische Erkrankung, die sich darin ausdrückt, dass Patienten in den Beinen (selten auch in den Armen) Gefühlsstörungen und einen intensiven Bewegungsdrang verspüren. Die Störungen treten meist abends oder nachts auf, manchmal begleitet von Zuckungen. In der Folge haben RLS-Betroffenen enorme Schwierigkeiten ein- bzw. durchzuschlafen. So kommt es zu Tagesmüdigkeit und einer Verschiebung des Tag-Nacht-Rhythmus, begleitet von typischen Symptomen wie Erschöpfung, Konzentrationsschwäche oder Vergesslichkeit. Das Restless-Legs-Syndrom tritt vermehrt bei Schwangeren oder Patienten mit Stoffwechselerkrankungen auf, Frauen sind davon tendenziell häufiger betroffen als Männer.
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