Hypersomnie

Die Hypersomnie ist auch unter der Bezeichnung Tagesschläfrigkeit bekannt, was gut beschreibt, was sie im Generellen ausmacht: Betroffene werden tagsüber, also in ihrer eigentlichen Wachphase, immer wieder von Anfällen von Schläfrigkeit überkommen, die ein normales Maß übersteigen. Grob unterscheidet man drei Formen der Hypersomnie, aber auch die Narkolepsie zählt zu dieser Form der Schlafstörung.

Die Hypersomnie unterscheidet man noch einmal in die rezidivierende, die idiopathische und die posttraumatische Hypersomnie. Erstere erkennt man daran, dass immer wieder an mehreren Tagen hintereinander eine anhaltende Schläfrigkeit einstellt. Diese Phase kann sich bis zu zwölfmal pro Jahr wiederholen. Diese Form der Hypersomnie geht oft einher mit enthemmten Verhaltensweisen (z.B. Fresssucht), aber auch mit psychischen Symptomen wie beispielsweise Depressionen, Verwirrtheit oder Aggressivität.

Die Ursachen der idiopathischen Hypersomnie sind noch nicht ganz geklärt, man vermutet aber eine zentralnervös bedingte Störung. Bei dieser Form der Hypersomnie können die Betroffenen nachts normal schlafen, ihre Schlafperiode ist in manchen Fällen auch verlängert. Dazu kommen stundenlange Schlafperioden tagsüber, die allerdings nicht erholsam wirken.

Die posttraumatische Hypersomnie tritt kurz nach einem Trauma auf. Sie bleibt nicht dauerhaft bestehen, kann Betroffene aber mehrere Monate lang belasten. Erschöpfung, eine geringe Merkfähigkeit und Kopfschmerzen begleiten sie.

Ein Sonderfall ist die Narkolepsie: Narkoleptiker wirken auf ihre Mitmenschen meist belustigend, weil sie ohne Vorwarnung und willkürlich einschlafen. Diese Schlafperioden am Tag wirken erfrischend auf Betroffene, die häufig auch unter einem gestörten Nachtschlaf leiden. Häufig schlafen Narkoleptiker nicht einfach nur ein, auch eine intensive Gemütserregung, Halluzinationen beim Einschlafen, Lähmungen und der vollständige Verlust der Muskelspannung gehen damit einher. Die Diagnose bei Narkolepsie ist vergleichsweise einfach: Alle Betroffenen besitzen das HLA-DR2-Antigen. Kann es im Blut nicht nachgewiesen werden, ist eine Narkolepsie ausgeschlossen.

Schlafstörungen
Arten von Schlafstörungen
Intrinsische Schlafstörungen
Insomnie
Hypersomnie
Atemregulationsstörungen
Bewegungsstörungen
Extrinsische Schlafstörungen
Verhaltens- und umgebungsbedingte Schlafstörungen
Schlafstörungen im Kindesalter
Medikamentös/toxisch indizierte Schlafstörungen
Parasomnien
Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen
Therapie von Schlafstörungen
Schlaflabor und Schlafambulanz
Medikamente
Nicht-medikamentöse Therapie
Schlafhygiene


Anzeige:
Themen

BMI Rechner

Berechnen Sie hier schnell und einfach Ihren BMI
Wein

Wein Special

Was Sie schon immer über Wein wissen wollten. Erfahren Sie mehr in unserem Special...