Häufig nutzt man den Begriff Insomnie, um Schlafstörungen oder Schlaflosigkeit allgemein zu bezeichnen. Aber das ist nicht ganz richtig: Eine Insomnie (auch: Hyposomnie) ist nur eine von vielen Schlafstörungen, wenn auch eine der am weitesten verbreiteten. Ganz allgemein gesprochen ist die Insomnie eine Schlaflosigkeit, sprich: Betroffene schlafen nur ungenügend, was ihre Leistungsfähigkeit entsprechend beeinträchtigt.
Eine Insomnie kann in drei verschiedenen Ausprägungen auftreten: In Form der psychophysiologischen Insomnie, der idiopathischen Insomnie und der Fehlbeurteilung des Schlafes. Am weitesten verbreitet ist die chronische psychophysiologischen Insomnie: Darunter versteht man im Prinzip eine erlernte Schlaflosigkeit, die aufgrund chronischer oder akuter psychischer und physischer Belastungen auftritt, sich dann aber verselbständigt. Zu diesen Belastungen zählt Stress ebenso wie eine Erkrankung, beispielsweise eine Schilddrüsenerkrankung, eine Atemwegserkrankung oder hormonelle Störungen. Sie wird häufig dadurch verschlimmert, dass Betroffene sich wünschen, endlich einzuschlafen und somit Druck aufbauen, der erst recht nicht zum Einschlafen führt. Häufig findet man dafür übrigens auch die Bezeichnung "primäre Insomnie". Sie geht mit keinerlei psychischen Erkrankungen einher. Die idiopathische Insomnie dagegen ist keine erlernte Schlaflosigkeit, die sich erst mit der Zeit entwickelt, sondern besteht seit Kindheit an. Sie ist nicht abhängig von Umweltbedingungen.