Medikamente kommen immer dann zum Einsatz, wenn Patienten erheblich unter ihrer Schlaflosigkeit leiden. Was allerdings immer beachtet werden muss: Medikamente beheben nicht die Ursache(n) der Schlaflosigkeit, sondern lediglich das Symptom. Zudem haben einige Präparate starke Nebenwirkungen, die meisten von ihnen führen zu einer physischen und psychischen Abhängigkeit. Schlaffördernde Medikamente sollten also immer nur kurzzeitig, immer unter ärztlicher Aufsicht und stets in Verbindung mit weiteren Therapiemaßnahmen eingenommen werden.
Als Schlafmittel kommen die unterschiedlichsten Substanzen in Frage, die vor allem nach Art, Schwere und Ursache der Schlafstörung eingesetzt werden. Zu den wohl harmloseren zählen Medikamente auf pflanzlicher Basis, beispielsweise auf Grundlage von Baldrian, Hopfen, Lavendel oder Passionsblume. Aber Achtung: Nur weil die Basis pflanzlich ist, bedeutet das nicht, dass das Medikament damit ungefährlich ist und jederzeit unbegrenzt eingenommen werden kann! Als Schlafmittel kommen aber auch beispielsweise Antidepressiva und Neuroleptika zum Einsatz, beides Wirkstoffgruppen, die sonst in der Psychotherapie Einsatz finden. Als Schlafmittel der ersten Wahl gelten aber vor allem Benzodiazepine: Sie wirken nicht nur beruhigend und dämpfend, sie verfügen auch über angstlösende, entspannende und antiaggressive Wirkung bei relativ wenigen Nebenwirkungen. Dabei erleichtern sie das Einschlafen aber nur und erzwingen es nicht wie ältere Schlafmittel. Benzodiazepine finden nicht nur als Schlafmittel, sondern auch als Angstlöser Einsatz.