Medikamentös/toxisch indizierte Schlafstörungen

Insomnien treten auch dann auf, wenn Betroffene Medikamente im Übermaß zu sich nehmen. Als die bekanntesten Schlafstörungen gelten hierbei Insomnien bei Hypnotikaabhängigkeit und bei Stimulanzienabhängigkeit. Unter Hypnotika werden im Allgemeinen Schlafmittel zusammengefasst, es handelt sich also um eine Abhängigkeit von Schlafmitteln, die Schlaflosigkeit verursacht. Der Effekt tritt vor allem bei einer länger andauernden Einnahme von Hypnotika ein: Nach einer gewissen Zeit hat sich der Körper an die Gabe von Hypnotika gewöhnt, so dass eine höhere Dosis notwendig ist, um ein- und durchschlafen zu können. Auch das Absetzen von Hypnotika kann zu erneuten Insomnien führen. Daneben geht auch die Einnahme oder Absetzung von Stimulanzien mit Schlafstörungen einher.

Stimulanzien werden im Volksmund auch als Aufputschmittel bezeichnet, zu ihnen gehören Amphetamine und Ephedrin genauso wie beispielsweise Kokain, aber auch Koffein oder Nikotin. Häufig zu beobachten: Die Einnahme führt zu Insomnien, die Absetzung nach einer längeren Einnahmeperiode zu Hypersomnien. Nicht nur Medikamente und "Volksdrogen" wie Nikotin oder Koffein führen zu Schlaflosigkeit, auch Alkohol ist eine mögliche Ursache. Fördert Alkohol bei gelegentlichem Konsum noch das Einschlafen (die Schlafqualität allerdings weniger), führt ein regelmäßiger Konsum bereits nach relativ kurzer Zeit zu Schlaflosigkeit durch die in der Nacht auftretenden Entzugssymptome.

Darüber hinaus treten Schlafstörungen auch bei Vergiftungen auf. Dabei ist zu unterscheiden zwischen zwei Effekten: Einerseits können Schwermetalle und organische Gifte zu Erregungszuständen in Verbindung mit Schlaflosigkeit führen, andererseits kann es dabei aber auch zu einer zentralnervösen Dämpfung mit Somnolenz, also einer ungewöhnlichen Benommenheit oder Schläfrigkeit, kommen.

Schlafstörungen
Arten von Schlafstörungen
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