Im Fall von Schlafstörungen sind Medikamente zwar schnelle Helfer bei großem Leidensdruck, sie stellen aber immer der letzte Mittel der Wahl dar. Viel eher als Medikamente kommen verschiedene Therapien und Techniken zur Anwendung, die allein schon eine deutliche Verbesserung und Normalisierung des Schlafes bewirken können. Da diese Therapieformen primär die Ursache der Schlafstörung zu behandeln versuchen, werden sie in der Regel parallel zu schlaffördernden Medikamenten eingesetzt, die lediglich das Symptom - die Schlafstörung - bekämpfen.
Als erste Maßnahme wird in der Regel eine verbesserte Schlafhygiene empfohlen, also die Einhaltung von Regeln, die einen gesunden Schlaf fördern. Lesen Sie mehr dazu im folgenden Abschnitt. Daneben kommen häufig Entspannungstechniken wie etwa das Autogene Training oder die progressive Muskelentspannung zum Einsatz: Sie helfen, das Erregungsniveau zu senken und somit zur für den Schlaf nötigen Ruhe und Entspannung zu führen. Ein die Stimulus-Kontrolle führt häufig zum Erfolg: Hier versucht man, das Verhalten im Bett zu ändern. Denn: Wer im Bett liest, fernsieht, isst, grübelt, döst usw., für den ist das Bett nicht mehr ein Ort der Ruhe, sondern der Aktivität, was dazu führt, dass hier nicht mehr geschlafen werden kann.