Parasomnien
Übersetzt man den Begriff Parasomnien aus dem Griechischen bzw. Lateinischen wird schnell klar, worum es sich dabei handelt: Um Auffälligkeiten, die während des Schlafs auftreten. Betroffene finden also zwar in den Schlaf, legen in dieser Zeit aber ungewöhnliche Verhaltensmuster an den Tag.
Zu den Parasomnien zählen neben so bekannten Auffälligkeiten wie Schlafwandeln oder Schlaftrunkenheit auch ungewöhnlichere Störungen. Nächtliche Wadenkrämpfe gehören beispielsweise ebenso dazu wie Sprechen im Schlaf, aber auch Albträume, Schlaflähmungen, Zähneknirschen bis hin zum plötzlichen Kindstod. Die Spanne der Auffälligkeiten, die zu den Parasomnien zählen ist also relativ groß. Es bietet sich daher an, sie in Gruppen einzuteilen: Man unterscheidet Aufwachstörungen, Störungen im REM-Schlaf, Störungen beim Übergang zwischen Wach- und Schlafphase und andere Störungen.
Aufwachstörungen sind bei Kindern gutartig, sie treten eher bei Erwachsenen oder nach traumatischen Erlebnissen auf - besonders dann, wenn der Schlaf besonders tief ist, etwa bei Einnahme von Schlafmitteln. Eine Therapie ist nur im Einzelfall notwendig.
Störungen, die beim Übergang zwischen Wach- und Schlafphase auftreten, sind häufig, aber in der Regel nicht besorgniserregend. Zu ihnen zählen etwa Einschlafzuckungen oder Sprechen im Schlaf, aber auch Wadenkrämpfe, die meist ein Zeichen von Mineralstoffmangel sind.
Die REM-Schlafparasomnien beeinträchtigen bereits nicht nur den Patienten, sondern möglicherweise auch andere Schlafende: Zu ihnen zählen beispielsweise Albträume und Schlaflähmungen, aber auch schmerzhafte Erektionen, kurze Herzstillstände oder das Schenck-Syndrom. Bei letzterem fehlt die Lähmung der Muskulatur im Schlaf, der Träumende agiert im Schlaf und verletzt möglicherweise sich selbst oder Andere. Einige dieser Symptome weisen auf körperliche Fehlfunktionen hin und müssen ärztlich behandelt werden.
Die Gruppe der anderen Parasomnien umfasst vom Zähneknirschen über Bettnässen und Schnarchen bis hin zum plötzlichen Kindstod alles. Die Ursachen sind vielfältig, zum Teil aber auch nicht bekannt. So vielfältig die Symptome, so vielfältig auch der Therapieansatz: Das Schnarchen kann beispielsweise durch einen korrektiven Eingriff beendet werden, das Zähneknirschen mittels Aufbissschienen und eventuell einer Psychotherapie.
Schlafstörungen
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Parasomnien
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