Schlafhygiene

Die Einhaltung einer Schlafhygiene kann unabhängig von Medikamenten und Therapien zu einem erholsamen Schlaf führen. Unter Schlafhygiene versteht man dabei die Einhaltung von Regeln, die einen gesunden Schlaf fördern. Die meisten dieser Regeln werden Betroffenen sicher bekannt vorkommen: Regelmäßige Schlafenszeiten zählen ebenso dazu wie Zubettgeh-Rituale oder die Vermeidung von Kaffee oder Alkohol vor dem Schlafengehen. Aber wussten Sie schon, dass auch Rauchen nach 19:00 oder ein spätes Abendessen zu Schlafstörungen führen können? Auch Sport am Abend sollte vermieden werden: Zwar ist Sport generell gesundheitsfördernd und nach sportlicher Betätigung können die meisten Menschen abends besonders gut einschlafen. Treibt man aber relativ spät Sport, ist der Körper noch auf Aktivität und Stress eingestellt, das Einschlafen fällt dann schwerer.

Sehr sinnvoll ist die Schaffung einer Entspannungs- und Beruhigungsphase zwischen Alltag und Zubettgehen: Wer noch bis kurz vor dem Einschlafen Probleme diskutiert, arbeitet usw., ist trotz Müdigkeit sonst möglicherweise noch zu sehr mental beschäftigt, um einschlafen zu können. Übrigens: Auch auf Fernsehen vor dem Schlafen sollte verzichtet werden - vor allem auf Krimis, Horrorfilme & Co.

Wer nachts aufwacht, sollte vermeiden helles Licht zu machen oder etwas zu essen: Der Körper schaltet sonst automatisch auf "wach" und schlimmer noch, man wacht die nächsten Nächte wieder auf, weil der Körper nach Nahrung verlangt. Ebenfalls vermeiden sollte man den Blick auf die Uhr - er erzeugt nur Druck, jetzt endlich einzuschlafen.

Übrigens: Auch Mittagsschläfchen können den Schlaf-Wach-Rhythmus stark durcheinanderbringen bzw. den Schlafdruck am Abend deutlich reduzieren. Einzige Ausnahme: Ein Kurz-Schläfchen von maximal 20 Minuten Dauer, das aber auf keinen Fall mehr nach 15 Uhr stattfinden sollte.

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