Schlaflabor und Schlafambulanz
In Deutschland gibt es mehr als 300 anerkannte schlafmedizinische Zentren, die ein Schlaflabor beherbergen. Die Spezialisten im Schlaflabor kommen immer dann zum Einsatz, wenn Schlafstörungen bereits länger auftreten und eine Behandlung nicht anschlägt oder wenn der Verdacht auf organisch bedingte Schlafstörungen besteht. Auch bei besonderen Verhaltensweisen im Schlaf kommt ein Aufenthalt im Schlaflabor in Betracht.
Bevor ein Betroffener in ein Schlaflabor zu einer sogenannten Nachtableitung überwiesen wird gibt es auch die Möglichkeit einer Schlafambulanz: In einer Schlafsprechstunde können Betroffene ein ausführliches Gespräch mit einem Experten führen. In der Regel müssen sie ein Schlafprotokoll führen und einen Schlaffragebogen ausfüllen, die in einem zweiten Gespräch ausgewertet werden. Im Anschluss ist es häufig möglich, an einem Schlaftraining teilzunehmen, das einen gesunden und erholsamen Schlaf wieder ermöglichen soll - vorausgesetzt es ist kein Aufenthalt im Schlaflabor angezeigt.
Ist eine stationäre Schlaflaboruntersuchung notwendig, geschieht Folgendes: Patienten verbringen zwei, in Sonderfällen auch drei oder vier Nächte im Schlaflabor, wo sie am Abend versuchen zu schlafen. Im Schlaf werden verschiedene Kennwerte mittels Elektroden gemessen, die Aufschluss über Schlafverlauf, -tiefe und -qualität geben sollen. Ergänzt werden diese Daten durch körperliche Parameter: Ein EKG überprüft den Herzschlag, aber auch Atmung, Bewegungen usw. werden dokumentiert. Mehrere Nächte sind deshalb notwendig, weil Patienten in der ersten Nacht paradoxerweise meist gut, in jedem Fall aber anders als zu Hause schlafen.
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