Wer kennt es nicht: Man fliegt in den lang ersehnten Urlaub, freut sich auf Ruhe und Entspannung - und kann in seinem Hotelbett einfach nicht einschlafen. Es ist zu warm, die Matratze unbequem, die Straße zu laut. Wer diese Situation schon einmal erlebt hat weiß, wie sich Patienten mit verhaltens- und umgebungsbedingten Schlafstörungen fühlen: Umwelteinflüsse und Verhaltensweisen führen zu Schlaflosigkeit und Tagesschläfrigkeit, was stets in Verbindung mit Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit usw. einhergeht. Bei den verhaltens- und umgebungsbedingten Schlafstörungen unterscheidet man prinzipiell fünf Ausprägungen: Eine inadäquate Schlafhygiene, umweltbedingte Schlafstörungen, höhenbedingte Schlafstörungen, anpassungsbedingte Schlafstörungen und das Schlafmangelsyndrom.
Je nach Ausprägung können unterschiedliche Ursachen für die Schlaflosigkeit in Frage kommen: Durchaus viele Patienten klagen über Insomnie, die sehr unregelmäßige Schlafzeiten haben, tagsüber häufig schlafen oder vor dem Zubettgehen Aktivitäten nachgehen, die eher anregen als beruhigen - typische Fälle von schlechter Schlafhygiene also. Unter die Bezeichnung umweltbedingte Schlafstörungen fallen alle die Störungen, die von Umweltfaktoren verursacht werden, beispielsweise störende Licht- oder Temperaturverhältnisse im Schlafraum. Höhenbedingte Schlafstörungen treten in der Regel in größeren Höhen ab etwa 4.000 Metern auf. Die Schlafstörung ist hier offenbar mit der Umstellung auf die relativ dünne Höhenluft verbunden, was auch erklärt, warum es dabei häufig zu Hypoxie, also zum Hypoventilieren, kommt. Anpassungsbedingte Schlafstörungen schließlich werden durch besondere oder neue Situationen hervorgerufen, die eine meist kurzzeitige Schlaflosigkeit hervorrufen.