„Haben Kinder etwas giftiges getrunken, hilft nur rasches und umsichtiges Handeln“, so PD Dr. Rudolf Mallmann, Direktor der Klinik für Neonatologie, Kinder- und Jugendmedizin im Elisabeth-Krankenhaus Essen. „Vor allem gilt es unbedingt Ruhe zu bewahren. Und ganz wichtig, nicht den Tipps unserer Großeltern folgen: Es sollte weder zum Erbrechen angeregt, noch Kochsalzlösung oder Milch gegeben werden. Gerade die Milchfette können dafür sorgen, dass bestimmte Giftstoffe erst recht vom Körper aufgenommen werden. Als Erstes sollte überprüft werden, wie viel das Kind geschluckt hat; dafür den Rest der Flasche, oder den Inhalt der Verpackung kontrollieren. Wenn es dem Kind schlecht geht, immer sofort den Notarzt über den Notruf 112 rufen. Sollte noch etwas von der verdächtigen Flüssigkeit oder Substanz vorhanden sein, unbedingt sichern und auch Erbrochenes aufbewahren bis der Arzt kommt. Dieser entscheidet, ob das Kind zur weiteren Versorgung mit in die Klinik muss.“ Folgendes kann man selber bis zum Eintreffen des Notarztes tun: „Geben Sie dem Kind etwas zu trinken, bevorzugt Wasser, um die giftige Substanz zu verdünnen“, rät Mallmann. „Medizinische Aktivkohle hilft, bereits in den Magen gelangte Giftstoffe zu binden und verhindert, dass sie vom Körper aufgenommen werden."