Bekannte rote Rebsorten
Eine vollständige Auflistung aller bekannten Rebsorten ist aufgrund der Vielfalt unmöglich, eine kleine Auswahl soll einen ersten Eindruck über die Vielfalt und unterschiedlichen Charaktere dieser Rebsorten geben.

Die pilzresistente und ertragreiche Rebsorte
Alicante Bouschet wird mit insgesamt knapp 30.000 Hektar Rebfläche unter anderem in Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, aber auch in Nordafrika und Kalifornien angebaut. Aufgrund ihrer kräftigen Farbe wurde sie früher farblich schwächeren Weinen zugemischt.
Cabernet Sauvignon gilt als die edelste Rotweinrebe weltweit und wird auf allen Kontinenten angebaut. Mit einer Rebfläche von insgesamt 150.000 Hektar liegt sie an siebter Stelle der meist angebauten Rebsorten. In ihrem Ursprungsland Frankreich wird sie vor allem zum Verschnitt, z.B. mit Merlot verwendet, in ihrer reinen Form stammt sie heute hauptsächlich aus Kalifornien und Italien. Ihrer hohen Konzentration an Phenolen verdankt der Cabernet Sauvignon den gerbstoffbetonten Duft, der nicht jedermanns Geschmack ist. Im Laufe seiner Reifung, die in der Regel in Eichenfässern erfolgt, entwickelt er die zarten Röst- oder Vanille-Aromen, für die er berühmt ist.
Der
Grenache Noir ist mit geschätzten 240.000 Hektar Rebfläche eine der verbreitetsten Rebsorten überhaupt. Er wird wegen seiner Leichtigkeit in der Farbe und dem fruchtigen Geschmack trotz relativ hohem Alkoholgehalt geschätzt und vor allem in Frankreich, Italien, Australien und Kalifornien angebaut. Durch den geringen Tanningehalt eignet sich Grenache Noir auch zum Verschnitt mit anderen Sorten.
Die
Kadarka stammt ursprünglich aus Mazedonien und wird heute hauptsächlich in Ungarn und auf dem Balkan angebaut. Sie ist eine sehr alte und anspruchsvolle Rebsorte, die bei richtiger Pflege und hoher Sorgfalt in der Verarbeitung qualitativ hochwertige Rotweine ergibt, die besonders ausbau- und lagerfähig sind.
Eine der bekanntesten roten Rebsorten ist der
Merlot. Mit seinem weichen, ein wenig an Pflaumen erinnernden Geschmack und seiner dunkelroten Farbe ist er für viele der Inbegriff eines guten Rotweins. Dennoch wird diese Rebsorte nur in Ausnahmefällen zum reinen Sortenwein verarbeitet, meistens findet sie sich in Verschnitt mit dem Cabernet Sauvignon.
Der
Pinot Noir, auch unter dem Namen Spätburgunder oder Blauburgunder bekannt, zählt zu den besten Rebsorten der Welt. Trotz seiner außerordentlichen Empfindlichkeit und dem damit verbundenen komplizierten Anbau hat er dank seinem vollmundigen Geschmack und der leuchtend roten Farbe seinen Siegeszug von Frankreich aus über die ganze Welt erfolgreich angetreten, und wird heute auch in Australien und Neuseeland, sowie in den USA und in Südafrika angebaut.
Die sehr alte Rebsorte
(Blauer) Portugieser zählt in Deutschland zu den drei am häufigsten angebauten roten Rebsorten. Sie ist in ganz Südosteuropa verbreitet und stellt keine besonderen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Diese Traube liefert einen hellroten, frischen und fruchtigen Rotwein, der nur wenige Gerbstoffe enthält.
Sangiovese ist die in Italien verbreitetste rote Rebsorte und war wahrscheinlich schon den Etruskern bekannt. Sie ist Hauptbestandteil von Chianti und anderen berühmten italienischen Weinen und besticht durch einen vollen, trockenen und vornehmen Geschmack.
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