„Mmh – riechst Du heute wieder gut!“ – ein Satz, den jeder von uns gerne hört. Dass für die Partnersuche ein ansprechender Duft des Gegenübers eine fundamentale Bedeutung besitzt, ist Wissenschaftlern schon seit langem bekannt. Düfte lassen sich aber auch an ganz anderer Stelle einsetzen, zum Beispiel beim Einkauf. Immer mehr Geschäfte entdecken, dass es sich durchaus lohnen kann, einen Duftberater an den neuesten Marketingmaßnahmen zu beteiligen. Denn Düfte können nicht nur unsere Zuneigung beeinflussen, sondern steuern auch unser Kaufinteresse. Was in den USA bereits heute in vielen Geschäften dazugehört, setzt sich langsam auch in Deutschland durch. Allein durch den richtigen Duft lässt sich die Kaufbereitschaft um einen zweistelligen Prozentsatz steigern.
Der Clou beim Shoppen nach der Nase ist der Einsatz des richtigen Duftes, denn sobald wir etwas riechen, arbeiteten unser Gehirn auf Hochtouren – hier sind die unterschiedlichen Düfte mit verschiedenen Bildern verknüpft. Will man also seine Käufer aktiv beeinflussen gilt es herauszufinden, was am Besten zur angebotenen Ware passt. Während Jasmin eher für erotische Gedanken sorgt, erinnert Orange an Weihnachten. Zitrone riecht zwar frisch und fruchtig, ist aber in einem Bekleidungsgeschäft in jedem Fall fehl am Platz, da es eher an Hygieneartikel und Sanitärbereich denken lässt. Um die ganze Sache noch zu verkomplizieren haben insbesondere auch Duftnoten Erfolg, die nicht nur für eine angenehme Assoziation sorgen, sondern gleichzeitig einen unverwechselbaren Charakter besitzen. Damit lässt sich ohne Weiteres auch der Wiedererkennungswert steigern. Sobald Verbraucher den markanten Geruch wahrnehmen, erinnern sie sich sofort an den letzten Einkaufsbummel.