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Wie viel Sonne braucht der Mensch?

Ganz klar, es gibt zwei Extreme: Einerseits gibt es Menschen, die die Sonne sowie gebräunte Haut über alles lieben und es auch in der kühleren Jahreszeit nicht lassen können, auf ihre regelmäßige Dosis Sonne zu verzichten. Besuche im Solarium sind dann angesagt. Das andere Extrem stellen Personen dar, die aufgrund dessen, dass sie sich kaum an der frischen Luft bewegen, sehr blass sind und geradezu kränklich aussehen.





Beide Varianten sind nicht gesund. Das extreme Sonnenanbeten ist dabei am gefährlichsten: Im schlimmsten Fall kann Hautkrebs entstehen, aber auch mit weniger dramatischen, aber dennoch unschönen Folgeerscheinungen ist zu rechnen: Die Haut altert sehr viel schneller, wenn sie regelmäßig und häufig der Sonne ausgesetzt wird. Bei Personen, die oft ins Solarium gehen, ist die hautalternde Wirkung besonders gut zu erkennen: Ihre Bräunung wirkt nicht gesund, sondern unnatürlich – die Haut altert und wirkt verbraucht.



Sonne
Sonne @iStockphoto/Dawn Poland

Auch Sonnebrände sind ein ernstzunehmendes Warnsignal: Die Haut reagiert auf das Zuviel an Sonne gereizt und will sich schützen. Dabei werden die oberen Hautschichten, die verbrannt und abgestorben sind, abgelöst. Alleine schon die Bräunung der Haut ist im Grunde eine Schutzfunktion: Die zusätzliche Bildung von Farbstoffen soll bewirken, dass die Sonne der Haut zukünftig nicht allzu sehr schaden kann.

Allerdings ist auch das andere Extrem problematisch: Mit Hautreaktionen oder gar Hautkrebs, der bei zu spätem Erkennen durchaus tödlich verlaufen kann, ist natürlich nicht zu rechnen. Allerdings kann ein Mangel an Sonneneinstrahlung zu einem Vitamin-D-Mangel führen. Dieser wiederum kann die Struktur der Knochen schädigen. Auch das Immunsystem kann in der Folge nicht seine volle Kraft entwickeln und schwächelt, was uns anfälliger für Krankheiten macht.

Es gilt also auch in puncto Sonne, wie bei so vielen anderen Dingen des Lebens, das perfekte Gleichgewicht zwischen den beiden Extremen zu finden. Generell gilt, dass zwei Sonnenbäder pro Woche für nicht mehr als eine knappe Halbestunde der Gesundheit durchaus zuträglich sind – allerdings nur dann, wenn man auch einige Dinge beachtet.

Hierzu zählt in erster Linie der Hautschutz durch die Verwendung von Sonnencremes. Sie sollten immer schon eine gewisse Zeit vor dem Sonnenbad aufgetragen werden und gut einziehen. Welcher Lichtschutzfaktor dabei gewählt werden muss, hängt im Wesentlichen vom Typ ab. Menschen mit hellen Haaren, Augen und einer hellen Haut, sollten einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor verwenden, während dunklere Typen auch auf eine Creme mit einem geringeren Faktor zurückgreifen können. Allerdings sollte nie eine Creme verwendet werden, deren Lichtschutzfaktor lediglich im einstelligen Bereich liegt – dieser geringe Schutz ist selbst für dunkelhaarige Personen viel zu gering.

Sonnenbäder müssen zudem nicht immer in der prallen Sonne abgehalten werden. Auch im Schatten wird man braun und spürt die angenehme Wirkung der Sonne. Zwar dauert es hier länger, bis man braun ist, dafür hält die erzielte Bräunung aber auch wesentlich länger.

Nur wer regelmäßig nach Draußen geht – es muss nicht unbedingt ein Sonnenbad sein, sondern Spaziergänge eignen sich genauso – wirkt möglichen Depressionen wirkungsvoll vor. Denn richtig dosierte Sonneneinstrahlung sorgt nicht nur dafür, dass unsere Haut gesünder aussieht, sondern auch dafür, dass sich unsere Stimmung hebt. Also, finden Sie das richtige Maß und die Sonne wird Ihnen gut tun.



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