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3D Drucker – Wir drucken uns eine Wohnungseinrichtung

Anfänglich unscheinbare und teilweise belächelte technologische Entwicklungen haben unser Leben immer wieder auf den Kopf gestellt. So waren Suchmaschinen im Internet vor einigen Jahren noch eher wenig besucht. „Google“ hatte man zwar schon mal gehört, aber niemand hat einmal daran gedacht, wie sehr das Unternehmen unser heutiges Leben prägt. Ray Kurzweil, bekanntester US-Visionär aus der Sparte „Künstliche Intelligenz“ ging auf der „Shop or Annual Summit“ der Frage nach, welcher technologische Schlag wohl unsere Welt in Zukunft derart auf den Kopf stellen könnte. Seine Vision könnte der 3D-Drucker sein, der grundsätzlich alles drucken kann.

Einfach alles drucken

Unsere Welt wird digitaler und digitaler. Sie wird allerdings auch in Bereichen digital, die man sich bislang eher weniger vorstellen konnte. Werden beispielsweise online eingekaufte Texte digital ausgeliefert, so kann das jeder nachvollziehen. Soll es aber beispielsweise eine neue Vase für das Sideboard sein, dann wirkt der digitale Gedanke befremdlich. Die Lösung liegt in einem 3D-Drucker mit dem man sich im Prinzip jeden Gegenstand ausdrucken kann. Man kann also in Zukunft eine Vase online aussuchen und bekommt die nötigen Informationen für den 3D-Drucker per E-Mail geliefert. Anschließend kann der Drucker loslegen und diesen Beitrag zur geschmackvollen Wohnungseinrichtung drucken. Ray Kurzweil geht sogar noch weiter: Da man grundsätzlich jedes greifbare Teil auch drucken kann, sollte es durchaus möglich sein, sich einfach ein ganzes Haus auszudrucken. Natürlich in Einzelteilen, die dann noch konventionell zusammengesetzt werden müssen.

3-D Drucker

3-D Drucker ©iStockphoto/kynny

Eine Vision ganz nah an der Realität?

Die Sache mit den 3D-Druckern klingt noch ein wenig fantastisch, auch wenn erste Geräte heute schon im Einsatz sind. Selbstverständlich bedarf es noch viel Arbeit seitens der Forschung und der Industrie, bis wirklich ein Gerät entsteht, das Serienreife besitzt. Aber durch die konsequente Weiterentwicklung werden diese Geräte sehr schnell alltagstauglich und auch bezahlbar. Die Vision von der Vase aus dem Drucker könnte sich also schon in wenigen Jahren bewahrheiten.
Ray Kurzweil weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass viele Menschen bei der Betrachtung solcher Visionen falsche Gedankenansätze verwenden und schlichtweg linear denken. Kurzweil hingegen ist der Ansicht, dass vielversprechende Entwicklungen exponential voranschreiten. So hat er Anfang der 1990er Jahre die mutige Vision in den Raum gestellt, dass ein weltweites Netz schon bald (beinahe) alle Menschen verbinden würde. Er hatte recht. Auch Google mit seinen zahlreichen Diensten kann als ein solches Beispiel genannt werden.

Was würde sich ändern?

Sollte sich wirklich die 3D-Drucktechnik derart positiv entwickeln, dass schon in wenigen Jahren jeder Haushalt seinen eigenen Drucker für alltägliche Gegenstände zuhause hat, dürfte sich nicht nur unser aller Alltag, sondern auch die wirtschaftlichen Strukturen grundlegend verändern. Völlig neue Geschäftsfelder würden entstehen, die Vertriebswege und –Arten wären mit den heutigen nicht mehr vergleichbar.

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