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Abwärme

Diese Form der Wärmeenergie begegnet uns in vielen Bereichen des Alltags. In manchen Fällen ist sie erwünscht und hat damit einen positiven Effekt. In den meisten Situationen betrachten wir die Abwärme aber negativ. Sie wird als störend angesehen, da sie auf lange Sicht die Leistung eines Energie-Systems vermindert. Um was handelt es sich aber bei der Abwärme eigentlich. Mit diesem Begriff wird die Wärme bezeichnet, die von einem System abgestrahlt wird und somit als Energie der Anlage verloren geht. Die Wärmeenergie entzieht einem thermodynamischen System damit einen nicht unerheblichen Teil der Energiemenge. Diese muss dem System wieder zugeführt werden und sorgt somit für eine negative Energiebilanz.

Sie spielt aber nicht nur in der Technik eine Rolle, sondern erfüllt in der Physik und Chemie eine bedeutende Funktion. Die Abwärme dient der Erreichung eines Gleichgewichtszustandes zwischen dem betrachteten System und der Umgebung. Überall in der Natur kann man diese Austausch-Prozesse beobachten. Immer wenn zwischen zwei Körpern eine gewisse Temperatur-Differenz besteht, wird solange eine Wärmemenge X ausgetauscht, bis sich beide Systeme wieder im gleichen Zustand befinden. Zwar versucht der Mensch, die störende Wirkung dieser Gleichgewichtsprozesse zu verhindern, allerdings dürfte es uns schwer fallen, sie ganz zu unterbinden.

Abwärme

Abwärme ©iStockphoto/AndreyPopov

Einfache Beispiele für Abwärme in unserer Umgebung sind zum Beispiel alle Verbrennungsmotoren, die während ihres Betriebes einen kontinuierlichen Wärmestrom erzeugen. Und unsere Wohnungen würden ohne das Prinzip der Abwärme kalt bleiben und wir müssten im Winter ständig frieren. Das im Heizkörper zirkulierende Wasser gibt beständig einen Teil der gespeicherten Wärme an die Umgebung ab. Beide Beispiele zeigen nur zu deutlich den gegensätzlichen Charakter der Abwärme. Im ersten Fall unerwünscht, da Leistungsmindernd und ungenutzt, profitieren wir im zweiten Fall von der Wärmestrahlung

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