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Aerobic

Koordination, Beweglichkeit und Fitness sind das Ziel vieler Aerobic-Fans, die sich jede Woche in verschiedenen Fitnessstudios mit Grundschritten wie „Marching“, „Grapevine“, „Cha Cha“, „Step Touch“ oder „Jumping Jack“ in Form bringen wollen.

In der Gruppe ist es bekanntlich leichter, sich selbst zu motivieren. Der Spaß als der angenehme Teil wird mit dem Nützlichen, dem Training, kombiniert und führt auch bei Sportmuffeln schnell zu den ersten Erfolgen. Kein Wunder also, dass sich diese bereits seit Jahrzehnten bekannte Sportart noch immer großer Beliebtheit erfreut.

Ausdauersport mit prominenter Unterstützung

Die Schauspielerin Jane Fonda eröffnete in den Jahren 1982 und 1983 zwei Studios, in denen zusammen mit ihrer Lehrerin, Leni Cazden, die neue Art der Gymnastik namens „Aerobic“ mit musikalischer Untermalung gelehrt wurde. Diese beiden Frauen waren jedoch lediglich für den Erfolg dieser Fitnessvariante mit verantwortlich. In Europa fanden sie dabei schnell Unterstützung durch Persönlichkeiten wie Sydney Rome, Günter Pölzer oder Charles Marquis.

Erfunden wurde Aerobic jedoch von dem Militärarzt Dr. Kenneth H. Cooper bereits 10 Jahre zuvor. Er tüftelte lange Zeit an einer Trainingsart, welche die Ausdauer erhöht und gleichzeitig das Herz-Kreislauf-System stärkt. Dabei entwickelte er zahlreiche Übungen für den aeroben Bereich, sprich Übungen, die eine gute Sauerstoffversorgung des Körpers beim Training garantieren. Seine Ergebnisse zu „Aerobic“ veröffentlichte er in einem Buch im Jahr 1976, welches von zahlreichen Trainern positiv aufgenommen und in deren Gymnastikprogramme integriert wurde.

Aerobic

Aerobic @iStockphoto/Alexander Novikov

Aerobic konnte sich insbesondere bei der weiblichen Klientel der Fitnesscenter schnell etablieren. Die neuen modischen Trainingsaccessoires wie „Leg warmers“ und Schweißbänder (aus dem Ballett), die zu Leggings und Gymnastikanzügen getragen wurden, wichen von der traditionellen Farbgebung – weiß und schwarz – ab und waren nun in den unterschiedlichsten Farben erhältlich. Die große Nachfrage ermöglichte den Herstellern einen Absatz der Produkte in allen Farben von Rot über Blau, Grün bis hin zu diversen Neon-Farben.

Modern Aerobic

Nach einem regelrechten Aerobic-Boom musste diese Form der Ausdauerfitness jedoch in den vergangenen Jahren einige Rückschläge einstecken. Falsch ausgeführte Übungen führten insbesondere bei Laien schnell zu Verletzungen. Durch die motivierende Gruppendynamik jedoch wurde zu Beginn der Neunziger Jahre erneut an den Aerobic-Angeboten gefeilt und heraus kamen neue Formen des Aerobics unter Berücksichtigung neuer medizinischer und sportwissenschaftlicher Erkenntnisse. Seit 1988 finden darüber hinaus Weltmeisterschaften im Aerobic statt.
Die Vielfalt und Individualität des heutigen Aerobics resultiert daraus, dass sich immer wieder auch Einflüsse anderer Trainingsmethoden darin finden. Ruhe und Entspannung suchende Fitnessfans werden daher eher zu einem Training mit Anteilen von Stretching, Pilates oder Qi Gong tendieren, während ein Aerobic-Training mit Anteilen von Kickboxen oder Karate, wie man es beim Tae Bo findet, eher für Sportler geeignet ist, die sich gern so richtig auspowern möchten.

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