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Aqua-Fitness – Fettkiller und Masseur zugleich

Training im nassen Element – Aqua Fitness

Jedes Jahr, wenn die Temperaturen auch bei uns langsam aber sicher steigen, herrscht in Schwimmbädern und privaten Pools Hochbetrieb. Doch nicht nur Erfrischung und Erholung bietet das nasse Element, sondern auch die Basis für eine besondere Form des Workouts, das viele Kalorien verbraucht, die Muskeln kräftigt und dabei die Gelenke schont: Aqua Fitness.

Vorteile von Aqua Fitness

Das Element Wasser hat eine deutlich höhere Dichte als Luft. Durch den ungewohnten Widerstand, den der Mensch bei jeder Bewegung im Wasser empfindet, fallen die Bewegungen schwerer, werden langsamer ausgeführt und benötigen zusätzlich deutlich mehr Energie. Die verlangsamte Ausübung verringert dabei gleichzeitig die Verletzungsgefahr. Während beim Sport an Land schnell Zerrungen, Muskelkater und vergleichbare Verletzungen drohen, ist das Auftreten solcher Beschwerden beim Training im Wasser eher unwahrscheinlich.

Das Wasser verhindert durch seine Tragkraft starke Erschütterungen durch das Körpergewicht des Trainierenden, was wiederum die Gelenke schont. Die hohe Wärmeleitfähigkeit des Wassers unterstützt den Kalorienverbrauch durch die Bewegungen. Bei einer optimalen Wassertemperatur zwischen 28 und 31 °C gibt der Körper eine drei- bis vierfach höhere Wärmeleistung an die Umgebung ab als es der Fall beim Training an der Luft ist. Bei den Übungen wiederum werden kaum Bewegungen ausgeführt, die für Muskelkater sorgen würden.

Massage und Fettkiller-Effekt

Damit der Körper nicht auskühlt, muss der Körper neue Wärme durch einen erhöhten Stoffwechsel produzieren, wodurch eine Vielzahl an Kalorien verbraucht wird. Diesen Effekt kann man bei der Aqua Fitness ausnutzen. Durch die höhere Wärmeabgabe an die Umgebung benötigt der Körper mehr Energie, um die normale Körpertemperatur aufrechtzuhalten.
Die hohe Dichte des Wassers im Vergleich zur Luft sorgt für die stetige Bewegung des nassen Elements, wenn es auf unseren Körper trifft. Somit wird regelmäßig in weichen Wellen ein Wasserdruck auf den Körper ausgeübt, was dem Effekt einer leichten Massage gleichkommt. Die Gewebedurchblutung wird gefördert, wodurch wiederum das Lymphsystem in Schwung gerät. Als Folge dessen wird Gewebeflüssigkeit schneller abtransportiert und der Rückfluss des Blutes in den Venen unterstützt.

Aqua-Fitness

Aqua-Fitness @iStockphoto/Lars Christensen

Technik und Hilfsmittel bei Aqua Fitness

Damit Aqua Fitness seine Vorteile umfangreich entfalten kann, sollten einige grundlegende Aspekte berücksichtigt werden. Zunächst einmal sollte man sich barfuss oder mit Neoprenschuhen (rutschfeste Sohle) mit hüftbreit gespreizten Beinen und leicht gebeugten Knien an einer Stelle im Schwimmbecken positionieren, an der das Wasser bis zu den Schultern reicht.
Anschließend wird eine Grundspannung im Körper aufgebaut, was bedeutet, dass die Schultern nach hinten und gleichzeitig nach unten gezogen und die Bauchmuskulatur angespannt wird. Der Oberkörper bleibt dabei gerade.

Nun beginnt man mit der Bewegung der Arme im Wasser. Langsam durch das Wasser gezogen, gleiten die Arme vorerst auf der Oberfläche. Je schneller man es versucht, desto mehr Krafteinsatz ist vonnöten, da das Wasser dann einen größeren Widerstand aufweist. Verstärkt werden kann der Effekt durch Hilfsmitteln wie Paddles, Power-Sticks oder Aqua-Disks, die den Wasserwiderstand während des Trainings zusätzlich erhöhen.

Geeignet ist Aqua Sport für fast jedes Alter und jede Zielgruppe. Die sportliche Betätigung im Wasser ist gerade für Menschen mit Gelenkbeschwerden oder Übergewicht einfacher und schonender. Optimal ist es, ein bis zwei Mal in der Woche für je 30 Minuten zu trainieren. Unabhängig ob als Workout, zur Steigerung von Ausdauer und Kondition oder auch zur Fettverbrennung: Aqua Fitness ist Wassersport, der viel Spaß bringt und schnell erste Erfolge erkennen lässt.

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