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Augenlaser Operationen

Kurz- oder weitsichtig, aber keine Lust mehr auf das ständige Brillentragen oder Kontaktlinseneinsetzen? Immer mehr Menschen unterziehen sich einer Augenlaser-Operation, um ihren Sehfehler dauerhaft zu korrigieren. Bei dieser wird mit einem so genannten Excimer-Laser Hornhautgewebe abgetragen und so die Brechkraft des Auges verbessert.

Bei einem Excimer-Laser handelt es sich um einen Kaltlichtlaser im unsichtbaren Ultraviolett-Spektrum. Er dringt nur wenige tausendstel Millimeter in die Hornhaut ein. Je nach Art der Fehlsichtigkeit und ihrer Stärke kann zwischen verschiedenen Methoden der Augenlaser-Operationen gewählt werden.

Erstes Verfahren, mit dem bereits 1989 eine Kurzsichtigkeit korrigiert werden konnte, war die PRK (Photoablative refraktive Keratektomie). Aus dieser entwickelten sich die Lasik (Laser-in situ-Keratomileusis), die Femto-Lasik, die Lasek (Laser Epithelial Keratomileusis) und die Epi-Lasik (Epitheliale Laser-in situ-Keratomileusis). Die Lasik ist die heute am häufigsten angewandte Augenlaser-Operation.

Lasik

Lasik @iStockphoto/-hakusan-

Unterschiede bestehen bei den einzelnen Methoden darin, wie die Hornhaut aufgeschnitten wird und welche Schichten des Hornhautgewebes modelliert werden.

Vorbereitung auf die Operation

Um eine Augenlaser-Operation durchführen zu können, gibt es verschiedene Voraussetzungen. Zum einen sollte die Fehlsichtigkeit seit mindestens einem Jahr stabil sein und es dürfen keine Augenkrankheiten vorliegen. Eine Lasik und Femto-Lasik kann bei einer Kurzsichtigkeit bis zu -10 Dioptrien und einer Weitsichtigkeit bis zu +3 Dioptrien, eine Lasek, Epi-Lasik oder PRK nur bei einer Kurzsichtigkeit bis zu -6 Dioptrien angewandt werden. Daher müssen Sie vor einer Augenlaser-Operation immer erst eine Eignungsuntersuchung durchführen lassen, in der festgestellt wird, ob Sie überhaupt für diesen Eingriff geeignet sind.

Vor der Augenlaser-Operation erfolgt eine gründliche Voruntersuchung, die mehrere Stunden dauert. Vor dieser und vor dem eigentlichen Eingriff sollten Sie weiche Kontaktlinsen für zwei Wochen und harte Kontaktlinsen für drei Wochen nicht tragen. Am Tag der Augenlaser-Operation dürfen Sie sich nicht schminken und sollten eine Begleitperson mitbringen, die Sie nach Hause fährt.

Durchführung einer Augenlaser Operationen

Augenlaser-Operationen werden in der Regel ambulant und unter einer lokalen Betäubung durchgeführt. In Ausnahmefällen ist auch eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus erforderlich.

Vor der Operation wird ein Saugring auf das Auge gesetzt, um es zu fixieren. Danach wird mit einem Mikrokeratom, einem Präzisionsmesser, ein 0,16 mm dünnes Scheibchen der Hornhaut teilweise eingeschnitten und dann zur Seite weggeklappt. Bei der Femto-Lasik wird dieser Schnitt mit dem Femtosekundenlaser durchgeführt.
Anschließend werden die darunter liegenden, tieferen Hornhautschichten mit dem Excimer-Laser je nach Fehlsichtigkeit modelliert. Liegt gleichzeitig eine Verkrümmung der Hornhaut vor, kann diese ebenfalls korrigiert werden. Nach der Korrektur wird das Hornhautscheibchen wieder an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt. Dort haftet es von selbst und schützt als körpereigenes Pflaster die Wunde.

Bei der Lasek wird das Hornhautepithel mit Alkohol abgelöst und aufgerollt, die Oberfläche darunter mit dem Excimer-Laser korrigiert, die Zellschicht zurückgerollt und eine therapeutische Kontaktlinse aufgesetzt. Bei der Epi-Lasik wird das Hornhautepithel mit einem Minihobel abgelöst, ebenfalls oberflächiges Hornhautgewebe bearbeitet und anschließend das Epithel wieder auf die Wunde gelegt.

Sollen beide Augen mit einer Augenlaser-Operation behandelt werden, können die Eingriff unmittelbar nacheinander an einem Tag durchgeführt werden. Nach der Augenlaser-Operation wird in der Regel ein Augenverband angelegt. Je nach Beruf können Sie nach sieben bis zehn Tagen nach dem Eingriff wieder arbeiten. Nach der Augenlaser-Operation folgen mehrere kleine und große Nachuntersuchungen beim operierenden Arzt oder Ihrem Haus-Augenarzt. Damit die Wunden gut verheilen und sich nicht entzünden, müssen Sie in den ersten Wochen regelmäßig Augentropfen nehmen.

Nach bisherigen Untersuchungen scheinen Augenlaser-Operationen dauerhaft zu sein. Nach dem heutigen Wissensstand kann dieses aber noch nicht hundertprozentig zugesichert werden.

Risiken einer Augenlaser Operationen

Die Risiken einer Augenlaser-Operation sind sehr gering, können aber nie hundertprozentig ausgeschlossen werden. Selten kann es zu Augeninfektionen, einer Überempfindlichkeit der Hornhaut, verstärkter Blendungsempfindlichkeit und Bildverzerrungen kommen. Treten Fehlkorrekturen auf, weil zuviel oder zuwenig Hornhautgewebe entfernt wurde, können diese in einem zweiten Eingriff behoben werden.

In nur sehr wenigen Fällen kann sich die Sehschärfe verschlechtern, eine Blindheit durch eine Augenlaser-Operation ist nahezu ausgeschlossen.

Kosten einer Augenlaser Operationen

Die Kosten einer Augenlaser-Operation sind abhängig vom jeweiligen Verfahren. Eine Lasik-Behandlung eines Auges kostet ca. 1.800 bis 2.400 Euro, eine Femto-Lasik ist vergleichsweise etwas teurer, eine Lasek etwas billiger. Die Kosten einer Augenlaser-Operation werden, sofern keine medizinischen Gründe bestehen, nicht von den Krankenkassen übernommen.

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